Souveräne Cloud: Erste Partner für OpenDesk-Rollout stehen fest
Das Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (Zendis) öffnet seine freie Office- und Kollaborationssuite OpenDesk ein Stück weiter für die Privatwirtschaft. Mit dem im September gestarteten OpenDesk-Partnerprogramm erhalten privatwirtschaftliche Cloud-Anbieter und IT-Dienstleister die Option, eigene kommerzielle Angebote rund um die Open-Source-Plattform aufzubauen und am Markt zu platzieren. Nun haben erste Firmen den Zulassungsprozess im Rahmen des Vorstoßes erfolgreich durchlaufen.
Sie bilden laut dem Zendis den Grundstein für ein größeres Ökosystem. Als „Approved Sovereign Service Provider“ gehe Stackit an den Start, der Cloud-Provider von Schwarz Digits. Das Unternehmen werde die OpenDesk-Suite künftig als Software-as-a-Service (SaaS) aus europäischen Rechenzentren bereitstellen und Kunden bei Bedarf auch direkt bei der Einführung sowie bei komplexen Migrationen unterstützen.
Stackit fungiert schon als Hosting-Partner des Zendis. Der Anbieter aus dem Konzern, zu dem Lidl und Kaufland gehören, kann so auf Erfahrung aus Projekten zurückgreifen, die insgesamt fast 100.000 Nutzer umfassen. Erste Pilotpakete stehen ab sofort für interessierte Organisationen zur Verfügung. Der Start des offiziellen Produktivangebots ist für Anfang 2027 geplant. Bernie Wagner, Chief Revenue Officer bei Schwarz Digits, will Organisationen so eine verlässliche Infrastruktur zur Verfügung stellen, auf der digitale Services mit der Microsoft-365-Alternative souverän und selbstbestimmt betrieben werden können.
Systemintegratoren übernehmen Profi-Betrieb
Auch Systemintegratoren spielen eine wichtige Rolle für eine erfolgreiche Organisation, weshalb B1 Systems und Dachs IT als erste Firmen die Zulassung für diesen Bereich erhalten haben. B1 Systems ist bereits Generalunternehmer des Zendis und betreibt OpenDesk-Umgebungen, die von kleinen Gruppen bis zu Großprojekten reichen. Der Open-Source-Spezialist soll künftig die nahtlose Integration von OpenDesk in bestehende IT-Landschaften, die Daten- und Anwendungsmigration sowie den dauerhaften Betrieb unterstützen.
Auch Dachs IT hat die Prüfung erfolgreich absolviert. Die auf Cloud-Lösungen und Container-Technologien spezialisierte Firma soll die Bandbreite von der Architektur und Installation über die Weiterentwicklung bis zur Fehleranalyse abdecken und OpenDesk wahlweise als SaaS, auf eigenen Servern oder als Notfallarbeitsplatz zur Verfügung stellen.
Um die Marktdurchdringung voranzutreiben, bleibt das offizielle Zulassungsverfahren für das Partnerprogramm bis zum 31. Januar geöffnet. Zendis-Geschäftsführerin Pamela Krosta-Hartl ist optimistisch, dass sich mit der Initiative OpenDesk deutlich schneller in die Fläche skalieren lässt. Ziel ist es, ein leistungsfähiges Netzwerk aus verlässlichen Betriebs- und Implementierungspartnern zu etablieren, um das Verteilen der Suite an Verwaltung und Wirtschaft zu beschleunigen und die hohe Nachfrage zu bedienen.
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