Roter Alarm wegen Dauerregen in Frankreich

Geschlossene Schulen, ÖV kommt zum Erliegen
Roter Alarm wegen Dauerregen in Frankreich
Ein Mittelmeersturm hat in der Nacht auf Mittwoch Südfrankreich getroffen. In Hérault fielen bis zu 140 Liter Regen pro Quadratmeter. Flüsse traten über die Ufer, Schulen bleiben geschlossen und der Verkehr wurde eingestellt.
Publiziert: vor 39 Minuten
Aktualisiert: vor 5 Minuten
- Sturm trifft Südfrankreich, Hérault besonders betroffen mit 140 l/m² Regen
- Fluss Hérault stieg in 5 Stunden von 27 cm auf 3,34 m
- Region Gard: Schulen geschlossen, öffentlicher Verkehr eingestellt, Überschwemmungen erwartet
Janine EnderliRedaktorin News
Ein heftiger Mittelmeersturm hat in der Nacht auf Mittwoch Teile Südfrankreichs heimgesucht. Die Départements Gard und Hérault stehen unter der höchsten Unwetterwarnstufe Rot, wie Météo-France meldet. Besonders betroffen ist das Département Hérault, wo in der Ortschaft Moulès-et-Baucels bereits 140 Liter Regen pro Quadratmeter niedergingen.
In der Region Gard bleiben heute alle Schulen geschlossen, der öffentliche Verkehr wurde eingestellt.
Ein Mittelmeer-Starkregen entsteht, wenn extrem warme, feuchte Luftmassen vom aufgeheizten Meer auf kalte Höhenluft und Küstengebirge treffen.
«Es ist mit weiteren Überschwemmungen zu rechnen»
«Die Bevölkerung wird gebeten, alle Reisen zu verschieben und zu Hause zu bleiben», so die Behörden. Die Wassermassen haben die Pegelstände der Flüsse dramatisch ansteigen lassen. Laut Angaben von BFMTV wuchs der Wasserstand des Flusses Hérault in nur fünf Stunden von 27 Zentimeter auf 3,34 Meter an.
Die Präfektur warnt vor weiterem Hochwasser: «Es ist mit Überschwemmungen der Wasserläufe sowie mit Oberflächenabfluss zu rechnen.» Besonders gefährdet sind auch die Ebenen, da sich die Regenfälle im Verlauf des Tages dorthin verlagern sollen. Die Bevölkerung wird aufgerufen, höchste Vorsicht walten zu lassen und gesperrte Strassen zu meiden.
Auch in Katalonien wird der Sturm Auswirkungen haben. Die Behörden warnen vor Hochwasser und haben in 14 Bezirken eine Warnmeldung aufs Handy verschickt.
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