– Sicherheitsrisiko: VW und Audi starten gigantischen Rückruf

- VW, Audi und Seat rufen wegen Sicherheitsbedenken Millionen Fahrzeuge zurück.
- In der Schweiz sind rund 50'000 Fahrzeuge betroffen, weltweit mehr als 2 Millionen.
- Eine korrodierende Schraube an der Lenkung kann im schlimmsten Fall zu einem Lenkungsausfall führen.
- Halter der betroffenen Fahrzeuge werden für einen vorsorglichen Tausch der Schrauben in die Werkstätten gerufen.
Bei Millionen Fahrzeugen des Volkswagen-Konzerns droht ein ernstes Sicherheitsproblem. Wie aus Daten des deutschen Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) hervorgeht, kann es bei zahlreichen Modellen von VW, Audi und Seat zu einem Lenkungsausfall kommen. Grund dafür ist ein möglicher Schraubenabriss an der Lenkungsverschraubung. Um das Problem zu beheben, müssen die betroffenen Bauteile in der Werkstatt durch korrosionsresistentere Schrauben ersetzt werden.
Diese Modelle sind betroffen
Das Ausmass des Rückrufs ist gigantisch: Weltweit sind fast 2.16 Millionen Fahrzeuge der Kernmarke VW aus dem Produktionszeitraum September 2013 bis Juli 2024 betroffen – darunter auch 40'073 Autos in der Schweiz.
Die betroffenen Modelle sind: Tiguan, Touran, Golf Variant, Caddy und Golf.
Bei der Tochtermarke Audi betrifft das Problem den Q3 (Produktion Oktober 2017 bis Mai 2024). Hier sind weltweit fast 700'000 Fahrzeuge betroffen, rund 8'619 davon in der Schweiz.
Auch bei Seat gibt es Sicherheitsbedenken für die Modelle Ateca und Tarraco (produziert zwischen April 2016 und September 2024). Von Seat sind in der Schweiz 3651 Fahrzeuge betroffen, wie der Autoimporteur Amag gegenüber SRF bekannt gab. Für Skoda liegen noch keine Fallzahlen vor.
Streusalz kann zu Korrosion an der Lenkung führen
Laut Audi wurde das Problem bei internen Qualitätsprüfungen entdeckt. Demnach kann es unter dem Einfluss von Streusalz und Feuchtigkeit nach langjährigem Betrieb zu Korrosion an der Befestigung der Lenkung kommen. Schreitet dieser Rostprozess ungehindert fort, kann die Lenkfunktion beeinträchtigt werden.
Bislang kam es laut Herstellerangaben zu keinen Personen- oder Sachschäden. Betroffene Fahrzeughalter werden nun im Rahmen eines vorsorglichen Rückrufs kontaktiert, um die Verschraubung in einer Fachwerkstatt austauschen zu lassen.
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