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Tuesday, October 6, 2026

Christa Pike ist bei Bewusstsein und spricht wieder

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  • Christa Pike, die am 30. September 2026 in Tennessee hingerichtet werden sollte, ist wieder bei Bewusstsein und spricht.
  • Die 50-Jährige hatte zwei Dosen des Barbiturats Pentobarbital überlebt und wird weiterhin intensiv im Spital versorgt.
  • Ihre Anwälte sprechen von einer «medizinisch beispiellosen» Genesung und rechnen mit einem langen Genesungsprozess.

Christa Pike ist bei Bewusstsein und kann wieder sprechen. Das teilten ihre Anwälte am Dienstagabend mit. Die 50-Jährige werde weiterhin im Spital intensiv medizinisch versorgt. «Trotz der schweren Verletzungen an ihren Armen ist sie weiterhin am Bett mit Handschellen und Fussfesseln fixiert», erklärten Pikes Anwälte in einer Stellungnahme.

«Ihre Genesung ist medizinisch beispiellos. Die Prognose ist noch unklar, aber wir rechnen zumindest mit einem langen Genesungsprozess», heisst es darin weiter. Zugleich dankten die Anwälte den Rettungskräften und dem medizinischen Personal im Krankenhaus, «die Christa wie einen Menschen behandelt und hervorragend versorgt haben».

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Zwei Dosen Pentobarbital überlebt

Es war der erste Hinweis auf eine deutliche Verbesserung von Pikes Gesundheitszustand, seit sie am vergangenen Mittwoch mit einem Krankenwagen aus einem Gefängnis in Nashville abtransportiert worden war. Zuvor hatte sie zwei Dosen Pentobarbital überlebt, die ihr im Zuge ihrer geplanten Hinrichtung verabreicht worden waren.

Noch am Sonntag hatte ihr Anwalt, der stellvertretende Pflichtverteidiger Stephen Ferrell, gegenüber CNN erklärt: «Sie liegt weiterhin im Spital an einem Beatmungsgerät.»

Pike war 18, als sie 1995 gemeinsam mit ihrem damaligen Freund ihre Mitschülerin Colleen Slemmer aus Eifersucht folterte und tötete. Sie gehörte zu den jüngsten Frauen, die in den USA in den Todestrakt kamen. Auf die Frage von CNN, ob Pike nach dem Hinrichtungsversuch bereits wieder zu Bewusstsein gekommen sei, hatte Ferrell am Sonntag noch geantwortet: «Soweit ich weiss, nicht.» Die Ärzte seien weiterhin damit beschäftigt gewesen, die hohe Dosis an Barbituraten aus ihrem Körper zu entfernen.

Der Vollzug des Todesurteils hatte sich am Mittwoch um mehr als acht Stunden verzögert. Grund dafür war ein juristisches Tauziehen: Der Oberste Gerichtshof der USA befasste sich mit der Entscheidung eines Bundesberufungsgerichts, die Hinrichtung vorerst auszusetzen, und hob diese schliesslich auf.

Mit dem Aufschub sollte den Richtern Zeit gegeben werden, genauer zu prüfen, ob die Geschworenen, die Pike zum Tode verurteilt hatten, bei ihrer Entscheidung den sexuellen Missbrauch hätten berücksichtigen müssen, den sie nach eigenen Angaben in ihrer Kindheit erlitten hatte.

Karin Leuthold

Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.

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