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Wednesday, October 14, 2026

Trotz Verbot: Fans zeigen riesige Palästina-Fahne – Nati siegt

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Aktualisiert 13. Oktober 2026, 21:27WM-Traum lebt

Trotz Verbot: Fans zeigen riesige Palästina-Fahne – Nati siegt

Das Hinspiel gewann die Nati gegen Israel mit 7:3. Das Rückspiel war weniger spektakulär, siegte die Schweiz doch nur mit 2:0. Jetzt geht es Ende November weiter.

Nils Hänggi

Yannick van Buul

Schweiz

2 : 0

Israël

Mehrere Palästina-Flaggen wurden während der Partie gezeigt.

Mehrere Palästina-Flaggen wurden während der Partie gezeigt.Zamir Loshi/freshfocus

Die Szene des Spiels

Es war die Walliserin Iman Beney, die in der 2. Runde der WM-Quali-Playoffs gegen Israel in der 30. Minute zur Führung traf. Vorbereitet wurde der Treffer von Géraldine Reuteler, die mit einer Flanke die gesamte Defensive überspielte und den Kopf von Beney fand. Diese sprang höher als ihre Gegenspielerin und wuchtete den Ball per Kopf ins Tor. Die Nati gewann am Ende mit 2:0 in Sion und darf weiter von der WM 2027 träumen.

Schweizer Programm WM-Qualifikation

Die Schlüsselfigur

Iman Beney. Das Nati-Supertalent zeigte eine starke Partie und war für den entscheidenden Treffer der Nati zuständig. Sie war mit ihren Kolleginnen Sydney Schertenleib und auch Lia Kamber eine der jungen Schweizerinnen, dank denen die Nati in eine durchaus hoffnungsvolle Zukunft schauen kann.

Das bessere Team

Ganz klar die Schweizerinnen. Nach dem völlig verrückten 7:3-Sieg im Hinspiel spielten die Schweizerinnen nun abgeklärt und liessen nur zwei Torschüsse von Israel zu. Damit hielt die Nati die Null, so wie es Verteidigerin Viola Calligaris am Montag angekündigt hatte. Kurzum: Der Sieg der Schweiz war mehr als verdient.

Das Tribünengezwitscher

Politisch waren die Israel-Spiele aufgeladen. In der letzten Woche forderte etwa Ex-Nati-Spielerin Noa Schärz den SFV in einer langen Mail auf, die WM-Playoff-Spiele gegen Israel zu boykottieren. Die Nati-Spielerinnen Coumba Sow und Lourdes Romero likten den Post. Einen Boykott der Partie gab es zwar nicht, die Nati-Stars setzten dann aber letzten Donnerstag ein Zeichen in der Art einer Schweigeminute, um der Opfer aktueller Konflikte zu gedenken. Israel oder Palästina wurden dabei jedoch nicht erwähnt.

Vor dem Heimspiel gegen Israel in Sion kommunizierte der SFV klar: «Wie bei allen Spielen des Nationalteams sind nur die Fahnen der beiden teilnehmenden Teams zugelassen.» Palästinensische Fahnen waren damit im Stadion nicht zugelassen. Es ging jedoch nicht lange, da war die erste Fahne zu sehen.

Während der Israel-Hymne präsentierte ein Fan eine solche seelenruhig. Gestört wurde er von keinem Security. Mehr noch: Am Ende konnte er sich ungestört wieder an seinen Platz setzen. Kurz darauf wurde eine riesige Palästina-Fahne gezeigt sowie viele kleine. Zudem wurden Pyros gezündet – wieder schritt lange Zeit niemand von der Security trotz klarem Verbot ein.

Die Tore

30’ | 1:0 | Iman Beney traf schön für die Schweiz nach einem Ball von Géraldine Reuteler.

93’ | 2:0 | Julia Stierli traf wunderschön direkt per Freistoss.

So gehts weiter

Die Nati darf weiter von der WM 2027 in Brasilien träumen! Ende November findet dann die 2. Playoff-Runde in der WM-Quali statt. In dieser warten die Österreicherinnen. Setzt sich die Nati dann erneut durch, ist das WM-Ticket fix oder sie muss den Umweg über die interkontinentalen Playoffs nehmen. Dann nämlich, wenn die Schweiz von den acht Siegern der zweiten Runde gemäss den Ligatabellen der Women’s European Qualifiers 2026 das am schlechtesten platzierte Team ist.

Deine Meinung zählt

Livia Peng beim Interview gegenüber dem SRF

«Ich glaube es war sehr wichtig für uns als Team, das wir die Null hielten und dass wir vorne zwei gemacht haben. Ich bin mega stolz auf alle. Auch die Reaktion die wir auf das letzte Spiel gezeigt haben. Wir haben gegen Israel vorne viele Tore geschossen und ich glaube, das hilft uns mega, es gibt uns Selbstvertrauen.»

Mit einem Gesamtergebnis von 9:3, und einem 2:0 heute in Sion, gewinnt die Schweiz das Playoff-Duell gegen Israel klar und deutlich und spielt somit gegen Österreich in der zweiten Runde um den Einzug in die WM-Gruppenphase.

92'

2 : 0

TOOOOOOR für die Schweiz! Julia Stierli trifft per Freistoss! Kurz vor dem Ende nimmt Stierli mass und trifft via Innenpfosten zum lang ersehnten 2:0.

90'

Noch 4 Minuten bleiben.

In dieser chancenarmenund etwas langweiligen zweite Hälfte werden vier Minuten nachgespielt.

87'

Weiteree Wechsel der Israelinnen: Zohar Gat ersetzt die verletzte Hili Shalom, wenig später verlässt David das Spielfeld und wird durch Lipsicas Geva ersetzt.

85'

Schlussphase in Sion

Vor etwas Mehr als dreieinhalb Tausend Zuschauenden neigt sich die Partie dem Ende zu. Die Schweizerinnen halten hinten noch immer die Null, und wenn Israel nichts einfällt, wird dies auch so bleiben. Das Offensivspiel ist von Distanzversuchen geprägt, die bislang keinen Erfolg bringen. Auch die eingewechselten Kräfte können nicht für den nötigen Schwung sorgen.

82'

Wechsel der Schweizerinnen: Riola Xhemaili hat Feierabend und wird durch Svenja Fölmli ersetzt.

76'

Die erste Verwarnung dieser Partie ist fällig: Viola Calligaris tritt ihrer Gegenspielerin auf den Fersen und sieht Gelb.

75'

Kaum offensive Szenen

Auch wenn Israel in der zweiten Hälfte etwas besser im Spiel ist, haben die Schweizerinnen weiterhin alles im Griff. Offensiv lässt diese Halbzeit bislang zu wünschen übrig. Einige wenige Schüsse aus der Distanz waren zu ungenau, und auch sonst ist für die Schweizerinnen kein Durchkommen.

66'

Nach über einer Stunde Spielzeit wechseln beide Nationen ordentlich durch. Bei den Israelinnen erfolgt ein Dreifachwechsel: Maia Cabrera, Or Divan und Smadar Cohen kommen für Marian Awad, Vital Kats und Maria Almasri.

Bei den Schweizerinnen verlassen Geraldine Reuteler und Sydney Schertenleib das Feld und werden durch Alena Bielz und Alisha Lehmann ersetzt.

58'

Rafael Navarro wechselt als Erster in diesem Spiel. Smilla Vallotto und Leila Wandeler kommen ins Spiel für Noelle Maritz und Torschützin Iman Beney.

57'

Schertenleib mit dem Distanzversuch

Wenn Sydney Schertenleib im Nationaldress spielt, so trifft sie des Öfteren aus der Distanz. Und auch gegen Israel versucht sie es von ausserhalb des Strafraumes. Ihr Abschluss gerät jedoch zu zentral und kann problemlos pariert werden.

53'

Erster Abschluss Israels

In der 53. Minute zeigen sich die Israelinnen ein erstes Mal so richtig in der Offensive. Talia Sommer, die im Hinspiel dreifach traf, findet auf einmal viel Platz vor sich und schliesst aus rund 20 Metern ab. Der Ball segelt nur knapp über das Tor.

50'

Erste Chance im zweiten Durchgang

Ein erstes Mal setzt Lia Kamber zum Abschluss an. Flach und platziert fordert sie die israelische Torhüterin zu einer Parade.

Die zweite Halbzeit läuft. Können die Schweizerinnen die Dominanz in weitere Treffer ummünzen?

20 Minuten vor Ort

Es war die Einheimische Iman Beney, die nach 30 Minuten zur Führung traf. Vorbereitet wurde der Treffer von Géraldine Reuteler, die mit einer Flanke die gesamte Defensive überspielte und den Kopf von Beney fand. Diese sprang höher als ihre Gegenspielerin und wuchtete den Ball per Kopf ins Tor.

Damit führt die Nati mit 1:0. Die Schweiz ist aber das klar bessere Team, die israelischen Spielerinnen haben keine Chance, Goalie Livia Peng hat gar nichts zu tun. Für Aufregung sorgten währen der 1. Halbzeit mehrere Pro-Palästina-Aktionen - dazu findest du unten im Ticker mehr.

Pause in Sion. Nach einer Nachspielminute bittet die Schiedsrichterin zum Pausentee. Die Schweiz führt nach einem dominanten Auftritt mit 1:0.

43'

Xhemaili und Beney mit der Doppelchance

Zunächst zeigt Riola Xhemaili ihr ganzes Können. Die Israelische Verteidigerin verschätzt sich, wird durch Xhemaili übertölpelt und sieht, wie die Torhüterin den Abschluss der Schweizerin pariert. Der Abpraller landet schliesslich bei Aktivposten Iman Beney, die denn Ball knapp am Tor vorbei schlenzt.

42'

Die Schweiz drückt auf das 2:0

Auch nach dem Treffer zum 1:0 ändert sich das Spielgeschehen nicht. Die Israelinnen rennen dem Ball nur nach, kommen nie in die Offensive und haben auch kaum Entlastungsmomente. Die Schweiz kontrolliert das Spiel mit viel Ballbesitz und es ist nur eine Frage der Zeit, bis das 2:0 fällt.

Schweiz würde auf Österreich treffen

Die Österreicherinnen gewinnen ihr Playoff-Duell gegen den Kosovo und somit ist klar: Bei einem Weiterkommen der Schweizerinnen würde die zweite Runde der Playoffs gegen Österreich stattfinden.

30'

1 : 0

TOOOOOR für die Schweizerinnen! Es ist die Einheimische Iman Beney, die ohnehin die aktivste Spielerin auf dem Feld ist, die zur Führung trifft. Vorbereitet wird der Treffer von Reuteler, die mit einer weiteren Flanke die gesamte Defensive überspielt und den Kopf von Beney findet. Diese springt höher als ihre Gegenspielerin und wuchtet den Ball per Kopf ins Tor.

25'

Die Schweiz hat alles unter Kontrolle

Weiterhin haben die Schweizerinnen das Spiel vollkommen im Griff. Mit über 70 Prozent Ballbesitz lassen sie Israel nicht in die Offensive kommen. Mit vielen Flanken versucht man, Gefahr zu erzielen, in der Mitte fehlt jedoch noch die Zielspielerin, die davon profitieren soll.

20 Minuten vor Ort

Jetzt schritt das Security-Personal doch noch ein. Das aber lange ging. Die Demonstranten verliessen in der Folge das Stadion, auch die Sache mit den Pyros ist vorbei.

Die Schweizerinnen sind wach

Anders als im Hinspiel, stehen die Schweizerinnen in der ersten Viertelstunde in der Defensive gut. Die wenigen Aktionen, die die Israelinnen haben, werden problemlos und im Kollektiv verteidigt.

Nils Hänggi (nih) ist seit 2019 bei 20 Minuten. Er ist Sportredaktor und Teil des Social Responsibility Boards. Er schreibt oft übers Thema Fussball.

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