Portugal wirft Ronaldo vorübergehend raus

Nach unerlaubter Abreise
Portugal wirft Ronaldo vorläufig raus
Cristiano Ronaldo ist vorläufig aus Portugals Nationalteam suspendiert. Nach seinem unerlaubten Abgang aus dem Trainingslager drohen dem Captain bis zu sechs Monate Sperre und eine Geldstrafe.
Publiziert: vor 16 Minuten
- Portugal suspendiert Ronaldo nach Trainingslager-Abgang
- Ihm drohen ein bis sechs Monate Sperre und eine Busse
- Er entschuldigte sich, gibt Jesus Mitschuld am Einsatzstreit.
Guido FelderAusland-Redaktor
Es ist ein Schock für ganz Portugal. Ihr Idol Cristiano Ronaldo (41) soll vorübergehend von der Nationalmannschaft suspendiert werden. Grund für die Massnahme ist das ungenehmigte Verlassen des Trainingslagers in Kopenhagen kurz vor dem Länderspiel gegen Dänemark am 30. September. Über das Disziplinarverfahren der Federação Portuguesa de Futebol berichten portugiesische Medien. Jetzt müsse nur noch entschieden werden, wie hoch die Strafe ausfallen soll.
Gemäss Artikel 160 des Disziplinarreglements droht dem Rekordtorschützen nun eine Sperre von einem bis zu sechs Monaten sowie eine Geldstrafe. Bei einer Minimalstrafe könnte er im November gegen Dänemark und Wales wieder zum Kader gehören, während eine sechsmonatige Höchststrafe eine Teilnahme am Viertelfinale der Nations League im kommenden Frühjahr ausschliessen würde.
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Streit mit dem Trainer
Der Auslöser für den Abgang aus dem Trainingslager war ein Konflikt mit Nationaltrainer Jorge Jesus (72). Beim vorherigen Spiel gegen Norwegen schickte der Coach den Angreifer des Saudi-Clubs Al-Nassr trotz Aufwärmens in der zweiten Halbzeit nicht auf den Platz. Ronaldo sah darin einen Bruch einer Absprache über seine Einsatzzeiten und fühlte sich als Routinier nicht ausreichend respektiert.
In einer Stellungnahme räumte der Ausnahmespieler zwar seinen Fehler ein und entschuldigte sich bei den Fans sowie seinen Mitspielern, machte jedoch gleichzeitig den Nationaltrainer für den Vorfall verantwortlich.
Ronaldo kündigte an, jede Strafe zu akzeptieren und sich weiter fit zu halten, um nach Ablauf der Sperre ins Nationalteam zurückzukehren.
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