«Tag endete in Albtraum»: Car-Chauffeur kehrt an Unfallort zurück

Darum gehts
- Der Chauffeur des verunglückten Reisecars ist an den Unfallort in Zernez GR zurückgekehrt, wo am 10. September fünf Personen ums Leben kamen.
- Der Niederländer R. M. teilte seinen Besuch in einem Facebook-Post mit und drückte den Opfern und Angehörigen sein Mitgefühl aus.
- Die genaue Unfallursache ist weiter unklar; die Bündner Behörden gehen derzeit von einem Selbstunfall aus.
Nach dem verheerenden Unfall in Zernez GR ist der Chauffeur des Reisecars an den Ort zurückgekehrt, an dem am 10. September fünf Personen ums Leben gekommen sind und Dutzende weitere teils schwer verletzt wurden. Dies gab der Niederländer in einem Facebook-Post bekannt.
«Wünschte, ich könnte das rückgängig machen»
«Gestern bin ich mit meiner Frau an den Ort gefahren, an dem vor gut drei Wochen alles so schrecklich schiefgelaufen ist», schreibt R. M. einleitend. Der Besuch habe ihn «sehr mitgenommen», er und seine Familie seien weiter dabei, das Geschehene zu verarbeiten. «Eure Unterstützung – in Form von vielen Blumen, Karten, WhatsApp-Nachrichten, Nachrichten und Gesprächen – hilft uns enorm», so der Chauffeur und Lokalpolitiker.
Besonders den Passagieren und deren Angehörigen drückt er erneut seine Trauer aus. «Für sie begann der Tag wie immer als schöner Ferientag, endete aber in einem schrecklichen Albtraum. Ich hoffe aufrichtig, dass sie und ihre Angehörigen das irgendwann verarbeiten können.» Er hege eigentlich nur einen Wunsch: Den Tag, an dem die folgenschwere Busfahrt stattfand, irgendwie rückgängig machen zu können.
Das weiss man zum Unfallhergang
Beim Unfall war vor Zernez ein Reisecar eines niederländischen Unternehmens seitlich von der Strasse gekippt, nachdem es zu einem Unfall gekommen war. Der genaue Hergang ist weiterhin unklar – zeitweise berichteten niederländische Medien, dass der Car in einen Stein oder Betonblock geprallt sei, der sich auf der Strasse befunden habe, und dadurch gekippt sei. Bislang gibt es dafür aber keine Beweise.
Als gesichert gilt, dass der Car von der Strasse abkam, dann mit einer Leitplanke kollidierte und anschliessend zur Seite kippte. Derzeit wird von einem Selbstunfall ausgegangen. Die Untersuchung der genauen Unfallursache durch die Bündner Behörden dauert an.
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Benedikt Hollenstein (bho) ist seit 2021 bei 20 Minuten. Er schreibt für den Newsdesk und übernimmt dort auch Tagesleitungsschichten.
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