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Thursday, October 15, 2026

Weniger Arbeit, 10 Prozent Rabatt: Migros verbessert Bedingungen

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  • Die Migros und ihre Sozialpartner haben sich auf einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (L-GAV) geeinigt.
  • Ab 2027 gilt er unabhängig vom Pensum.
  • In Logistik und Fleischverarbeitung sinkt die Wochenarbeitszeit von 43 auf 41 Stunden bei gleichem Lohn.

Migros-Mitarbeitende, die dem Landes-Gesamtarbeitsvertrag (L-GAV) unterstellt sind, können ab dem kommenden Jahr beim Einkaufen mehr sparen. Ab dem 1. Januar 2027 erhalten sie zehn Cumulus-Punkte pro ausgegebenem Franken auf das gesamte Supermarkt-Sortiment sowie in den Migros-Selbstbedienungsrestaurants. Das entspricht über die Cumulus-Gutscheine einem Personalrabatt von zehn Prozent, wie die Migros mitteilt.

Der Rabatt ist Teil des neuen L-GAV, auf den sich die Migros mit ihren Sozialpartnern geeinigt hat. «Als grösste Arbeitgeberin in der Schweiz stärken wir gemeinsam mit unseren Sozialpartnern die Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeitenden», sagt Migros-Personalchefin Valérie Schelker.

51’000 Mitarbeitende profitieren

Eine weitere Änderung betrifft Mitarbeitende mit kleinen Pensen. Neu gilt der Gesamtarbeitsvertrag unabhängig vom Beschäftigungsgrad. Damit fallen rund 4000 zusätzliche Angestellte unter den L-GAV. Insgesamt sind es künftig rund 51’000 Personen.

Der Kaufmännische Verband Schweiz begrüsst die Ausweitung. «Der neue L-GAV schliesst eine wichtige Lücke», sagt Michel Lang, Leiter Sozialpartnerschaft beim Verband. Nun profitierten auch Mitarbeitende mit kleinen Pensen von der verbesserten sozialen Absicherung.  Auch bei Krankheit und Unfall werden die Leistungen vereinheitlicht: Während bis zu 90 Tagen erhalten Angestellte den vollen Nettolohn, danach 80 Prozent des Bruttolohns.

Zwei Stunden weniger Arbeit pro Woche

Für Beschäftigte in der Fleischverarbeitung und Logistik der Migros-Genossenschaften sinkt zudem die wöchentliche Arbeitszeit von 43 auf 41 Stunden bei gleichem Lohn.

Der Metzgereipersonal-Verband (MPV) spricht von einer spürbaren Entlastung. «Zwei Stunden weniger pro Woche sind mehr als eine Zahl», sagt Geschäftsführerin Francesca Zerobin. Dies schaffe mehr Freiraum und unterstütze die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

Die Sozialpartner zeigen sich mit dem neuen Gesamtarbeitsvertrag zufrieden.

Die Sozialpartner zeigen sich mit dem neuen Gesamtarbeitsvertrag zufrieden.IMAGO/STEINSIEK.CH

Was passiert mit den Löhnen?

Neben den neuen Arbeitsbedingungen sind auch Lohnmassnahmen für 2027 vorgesehen. Nach eigenen Angaben investiert die Migros dafür zusammen mit den weiteren Verbesserungen insgesamt 1,6 Prozent der Lohnsumme der dem GAV unterstellten Unternehmen.

Wie viel mehr Lohn einzelne Mitarbeitende tatsächlich erhalten, ist noch offen. Migros und Sozialpartner haben nationale Bandbreiten vereinbart: Im Bereich Food Retail sind Lohnmassnahmen von bis zu 0,3 Prozent vorgesehen, in den übrigen Bereichen von bis zu 0,7 Prozent. Die einzelnen Unternehmen entscheiden über ihre konkreten Massnahmen und wollen diese separat kommunizieren.

Der neue Vertrag ist das Resultat von Verhandlungen zwischen der Migros-Gruppe, der Landeskommission der Migros-Gruppe, dem Kaufmännischen Verband Schweiz und dem Metzgereipersonal-Verband der Schweiz. Die Gespräche dauerten rund ein halbes Jahr.

Worauf sollte sich ein Detailhändler bei besseren Arbeitsbedingungen am ehesten konzentrieren?

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Martine Anastasiou

Martine Anastasiou (man), Jahrgang 2001, arbeitet seit 2025 für 20 Minuten. Sie ist Redaktorin im Ressort Wirtschaft.

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