Gold für 40 Millionen geklaut: CIA-Mann bekennt sich schuldig

- Der ehemalige CIA-Mitarbeiter David Rush hat sich vor einem Gericht in Virginia des Überweisungsbetrugs schuldig bekannt.
- Rush erfand angeblich streng geheime Regierungsprogramme, um Luxusimmobilien in Florida zu kaufen und Goldbarren zu beschaffen.
- Sein Vorgehen verursachte einen Schaden von rund 194 Millionen Dollar – bei einer Razzia fanden Ermittler 300 Goldbarren, rund zwei Millionen Dollar Bargeld und 35 Luxusuhren.
Ein ehemaliger hochrangiger Mitarbeiter des US-Geheimdienstes CIA hat sich wegen Betrugs mit Regierungsgeldern und der persönlichen Bereicherung durch Immobilien und Goldbarren schuldig bekannt. Der ehemalige CIA-Mitarbeiter David Rush räumte am Dienstag (Ortszeit) vor einem Gericht im Bundesstaat Virginia Überweisungsbetrug ein. Ihm drohen bis zu 20 Jahre Haft.
Den Gerichtsunterlagen zufolge erfand Rush ein «streng geheimes» Regierungsprogramm, um den Kauf von Luxusimmobilien in Florida zu rechtfertigen. Er habe die Objekte anschliessend gewinnbringend verkaufen wollen. In einem weiteren Fall habe er eine angebliche geheime Regierungsaktivität erfunden, um Goldbarren zu beschaffen.
Fast 200 Millionen Dollar Schaden
Nach Angaben des US-Justizministeriums verursachte sein Vorgehen einen Gesamtschaden von rund 194 Millionen Dollar. Dazu gehörten mehr als 1,8 Millionen Dollar für privat gecharterte Flüge, die er auf Kosten der Regierung genehmigte.
Bei einer Durchsuchung seines Hauses beschlagnahmten Ermittler rund 300 Goldbarren, etwa zwei Millionen Dollar Bargeld und rund 35 Luxusuhren. Frühere Ermittlungsunterlagen bezifferten den Wert der Goldbarren auf rund 46 Millionen Dollar.
Piloten- und Akademiker-Karriere erfunden
Der Angeklagte soll zudem über seine militärische und akademische Laufbahn gelogen haben. Unter anderem behauptete er, ehemaliger Pilot der US-Marine zu sein und Abschlüsse zweier US-Universitäten zu besitzen. Ermittler stellten fest, dass er weder als Pilot diente noch an den beiden Hochschulen studierte. Das Urteil gegen den 49-Jährigen soll am 28. Januar in Alexandria im Bundesstaat Virginia verkündet werden.
Benedikt Hollenstein (bho) ist seit 2021 bei 20 Minuten. Er schreibt für den Newsdesk und übernimmt dort auch Tagesleitungsschichten.
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