Zwei Schülerinnen nach Horrorclown-Drohvideos ermittelt

- Mitte September kursierten in Arbon Videos mit Gewaltdrohungen.
- Darauf markierte die Polizei Präsenz bei den Schulhäusern.
- Nun hat die Polizei zwei tatverdächtige Schülerinnen ermittelt.
- Nach bisherigen Erkenntnissen hatten die Drohungen keinen ernsten Hintergrund.
Die Horrorclown-Videos versetzten Mitte September Schülerinnen, Schüler und Eltern in Arbon in Aufregung. Nun meldet die Polizei einen Ermittlungserfolg: Spezialistinnen und Spezialisten konnten zwei tatverdächtige Schülerinnen der Oberstufe Arbon identifizieren. Sie werden bei der Jugendanwaltschaft Thurgau angezeigt. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, so die Kantonspolizei Thurgau am Freitag.
Vornamen von Schülern genannt
Am Montag, 14. September, waren Videos mit Gewaltdrohungen an der Oberstufe Arbon aufgetaucht. Darin war eine Horrorclown-Figur vor einem Sekundarschulhaus zu sehen. In einem der Videos wurden zudem die Vornamen mehrerer Schüler genannt. Als Datum wurde in der Drohung der 15. September angegeben. In einem Video soll «Clown Art», eine Horrorgestalt aus dem Film «Terrifier 3», zu sehen gewesen sein. Die Videos wurden mittlerweile gelöscht.
Die Kantonspolizei traf daraufhin bei mehreren Schulhäusern Massnahmen zum Schutz der Schülerinnen und Schüler sowie der Angestellten. Polizistinnen und Polizisten zeigten vor Ort Präsenz und führten Befragungen durch. Der Unterricht konnte ordentlich stattfinden, später gab die Polizei Entwarnung. Nun führten die weiteren Ermittlungen zu den beiden tatverdächtigen Schülerinnen.
Drohungen offenbar nicht ernst gemeint
Nach bisherigen Erkenntnissen hatten die Drohungen keinen ernsten Hintergrund. Dennoch warnt die Kantonspolizei davor, solche Videos als harmlosen Spass abzutun.
Auch bei nicht ernst gemeinten Drohungen stünden schwerwiegende Straftaten im Raum, denen die Strafverfolgungsbehörden konsequent nachgingen. Die Polizei bittet Eltern deshalb, ihre Kinder auf den ernsten Hintergrund und die möglichen Folgen solcher Beiträge aufmerksam zu machen.
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Jeremias Büchel (jeb) arbeitet seit 2015 im Ressort Ostschweiz in St. Gallen und ist seit 2026 als Korrespondent tätig.
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