Zoff mit den Nachbarn: Ex-Dschungelstar in Brasilien verhaftet

- Die Ex-«GNTM»-Kandidatin Gisele Oppermann (39) ist in Brasilien wegen Diebstahlverdachts festgenommen worden.
- Sie verbrachte eine Nacht in einer Zelle und kam danach unter Auflagen frei.
- Es geht um vier Holzbretter im Wert von 20 bis 30 Franken, die sie nicht angefasst haben will.
- Oppermann wirft einem Polizisten Gewalt vor, ihr Anwalt prüft rechtliche Schritte.
Vier Holzbretter im Wert von umgerechnet gerade einmal 20 bis 30 Franken stehen im Zentrum eines Nachbarschaftsstreits, der für Gisele Oppermann (39) im Gefängnis endete. Die ehemalige «Germany’s Next Topmodel»-Kandidatin wurde in ihrer Wahlheimat Brasilien festgenommen und verbrachte eine Nacht in einer Zelle.
Gegen die 39-Jährige wird wegen des Verdachts auf Diebstahl ermittelt, wie «Bild» unter Berufung auf Unterlagen aus dem laufenden Verfahren berichtet. Oppermann bestreitet den Vorwurf entschieden. «Ich habe die Bretter nicht angefasst», sagt sie der Zeitung. Auch auf Instagram erklärte sie später, sie habe die Holzteile weder gestohlen noch verschoben.
Nachbarschaftsstreit eskaliert
Hinter dem Fall steckt offenbar ein länger andauernder Konflikt auf dem Grundstück von Oppermanns Mutter im brasilianischen Küstenort Jericoacoara. Dort lebt der Realitystar inzwischen mit seiner Tochter. Auf dem Gelände befinden sich zudem ein Restaurant und weitere Wohnungen.
Nach Oppermanns Darstellung stammen die vier Bretter von einem abgebauten Zaun. Nicht sie, sondern ein Bekannter habe diese lediglich verschoben. Ein Mann, mit dem sie seit Längerem im Streit liege, habe sie daraufhin des Diebstahls beschuldigt. Am 2. November rückte schliesslich die Polizei an. Dass sie tatsächlich über Nacht festgehalten wurde, bestätigte sie später selbst.
Gisele erhebt Vorwürfe gegen Polizisten
Die 39-Jährige erhebt schwere Vorwürfe gegen die beteiligten Beamten. Sie sei weder aggressiv noch aufgebracht gewesen, behauptet sie. Ein Polizist habe sie angeschrien, geschlagen und zu Boden geworfen. Ihre Tochter habe die Situation mitansehen müssen.
Aus den «Bild» vorliegenden Verfahrensunterlagen ergibt sich jedoch eine andere Darstellung. Demnach soll Oppermann beim Eintreffen der Polizei Widerstand geleistet haben. Das Gericht habe deshalb «massvolle Gewalt» zur Kontrolle der Situation als notwendig angesehen. Die zuständigen Behörden äusserten sich gegenüber der Zeitung zunächst nicht zu Oppermanns Vorwürfen.
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Eine Nacht auf dem Zellenboden
Die Nacht in Haft beschreibt Oppermann als erschreckend. Ein Bett habe es nicht gegeben, weshalb sie auf dem Boden habe schlafen müssen. Als Toilette habe lediglich ein Loch im Boden gedient.
Am folgenden Tag wurde sie einem Gericht vorgeführt und unter Auflagen freigelassen. Mittlerweile ist sie zurück in Jericoacoara. Das Verfahren wegen des mutmasslichen Diebstahls läuft allerdings weiter. Die Staatsanwaltschaft muss nun entscheiden, ob es zu einer Anklage kommt. Für Oppermann gilt die Unschuldsvermutung.
Gleichzeitig will sie selbst juristisch gegen den Polizeieinsatz vorgehen. Ihr Anwalt werde prüfen, «weil das nicht rechtens war, was da passiert ist», kündigte Oppermann an.
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Ammar Jusufi (amj), Jahrgang 2001, arbeitet seit November 2024 für 20 Minuten. Nach seinem Praktikum im Ressort Ostschweiz ist er nun Redakteur im Ressort People.
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