Bedrohungen durch den Iran: Deutschland sollte laut Söder militärisch in Katar präsent sein

Bedrohungen durch den IranDeutschland sollte laut Söder militärisch in Katar präsent sein
03.11.2026, 15:21 Uhr

Auf seiner Reise durch mehrere arabische Länder geht es CSU-Chef Markus Söder nicht nur ums Geld. Mit Blick auf eine Bedrohung durch den Iran wünscht sich Söder auch an anderer Stelle engere Zusammenarbeit.
Für eine engere Zusammenarbeit mit Staaten in der Golfregion wünscht sich CSU-Chef Markus Söder eine militärische Präsenz in Katar. Es sei wichtig, dass Deutschland "zumindest sich hier sehen lässt", sagte der bayerische Ministerpräsident nach einem Treffen mit dem Emir von Katar, Tamim bin Hamad Al Thani, in der Hauptstadt Doha. Söder schlug einen Besuch durch Vertreter des Bundesverteidigungsministeriums vor und brachte zudem ins Spiel, "vielleicht keine Truppenteile, aber technisches Personal bei weiteren Ausbildungsfragen" zu entsenden.
Söder sagte, dass andere Länder wie Großbritannien und Frankreich solche Schritte schon gegangen seien: "Ich finde, wir Deutschen sollten uns auch hier präsent zeigen." Wer auf Dauer wirtschaftlich erfolgreich sein wolle, brauche als zweite Komponente Vertrauen und Sicherheit.
Der CSU-Chef besuchte bei seiner Reise auch eine Werkstatt des Rüstungsunternehmens KNDS auf einem Militärstützpunkt und warb für Investitionen im Verteidigungssektor - mit besonderem Fokus auf bayerische Firmen. "Der Verteidigungssektor ist extrem wichtig", betonte Söder. "Man liegt hier 150 Kilometer vom Iran entfernt. Deswegen ist das Interesse an Verteidigung einfach noch mal höher als alles andere."
Bayerns Ministerpräsident kündigte im Zusammenhang damit auch einen Wirtschaftsgipfel in München im kommenden Jahr an - ähnlich wie vor einigen Wochen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), die Söder zuvor auf seiner Reise besucht hatte. Dort sei man beim Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen schon sehr viel weiter als mit Katar, sagte Söder. Der CSU-Chef erneuerte zudem seine Forderung, eine Freihandelszone beider Länder mit der EU voranzutreiben. Daran gebe es "großes Interesse" in Katar.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.