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Tuesday, August 18, 2026

KI schickt Hobbywanderer auf gefährliche Gletscherroute

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  • Eine KI schlug jungen Touristen eine hochalpine Wanderung über einen Gletscher vor.
  • Bergretter warnen davor, sich bei der Tourenplanung allein auf KI zu verlassen.
  • Der aktuelle Fall ging glimpflich aus: Die Vermieter der Gruppe erkannten die Gefahr und brachten die Gruppe von der Tour ab.

Um eine Antwort sind Künstliche Intelligenzen (KI) nie verlegen. Und so lieferte auch die von einer Gruppe junger Touristen konsultierte KI ab. Die Gruppe hatte die KI nach einer schönen Wanderroute gefragt. Vorgeschlagen wurde ihnen eine in Teilen hochalpine Tour von Dorf Tirol über das Martelltal bis zum Gardasee. Keine gute Idee, wie Rai unter Berufung auf die Bergrettung Meran schreibt.

KI schickt Wanderer in den Gletscher

«Das ist nicht nur ein langer Wanderweg, sondern auch eine Route, die für Bergungeübte völlig ungeeignet ist», so Stefan Gruber, Rettungsstellen-Leiter der Bergrettung Meran, gegenüber dem italienischen Sender. Die Wanderer werden zwar als jung und sportlich beschrieben, doch die von der KI vorgeschlagene Strecke hätte sie über einen Gletscher geführt. Darauf sei die Gruppe überhaupt nicht vorbereitet gewesen.

Nutzt du KI für deine Wanderroutenplanung?

Nicht der erste gefährliche Wandertipp einer KI

Dass die Wanderer, über die keine weiteren Details bekannt sind, nicht in Gefahr gerieten, verdanken sie den Vermietern ihrer Unterkunft. Diese hätten die jungen Leute auf die Gefahren aufmerksam gemacht und sie von der Tour abgebracht. Dass der KI-Rat auch zu einem anderen Ausgang hätte führen können, zeigt ein Fall aus dem Jahr 2025. Damals schlug die KI zwei Wanderern einen alten Jägersteig vor, «der über Gräben führte und den es eigentlich nicht gab», wie ORF berichtete. Die Wanderer verloren die Orientierung und mussten mit dem Helikopter gerettet werden.

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Künstliche Intelligenz könne zwar Wege vorschlagen, doch fehlten ihr oft die Kenntnisse über aktuelle Geländebedingungen, unmarkierte Pfade oder Gefahren wie Steinschlag, sagte Leo Wirnsberger, der Alpinreferent der Naturfreunde Kärnten damals.

«Die Tourenplanung wird immer öfter von KI unterstützt und das birgt erhebliche Gefahren.»

Stefan Gruber, Bergrettung Meran

Auch Stefan Gruber von der Bergrettung sieht die Konsultation von KI kritisch: «Die Tourenplanung wird immer öfter von KI unterstützt und das birgt erhebliche Gefahren.» Gerade im alpinen Gelände könne das gefährlich werden. Laut Gruber kann eine KI zwar Informationen zusammentragen und bei der Planung helfen. Mehr aber auch nicht. Beide Organisationen empfehlen, sich immer auch bei ortskundigen Personen zu informieren.

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Fee Anabelle Riebeling

Fee Anabelle Riebeling (fee) arbeitet seit 2014 für 20 Minuten. Sie ist stv. Leiterin Wissen/AI, Data und Leiterin des Fachgremiums Faktencheck & Verifikation.

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