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Wednesday, September 30, 2026

Mit 312 km/h geblitzt: Schweizer Manager wegen Radar ohne Strafe?

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  • Ein Schweizer raste in der Nacht auf den 27. September mit 312 km/h über die französische Autobahn A40.
  • Die Polizei stoppte den Porsche 911 GT3, zog den Führerausweis ein und stellte das Fahrzeug sicher.
  • Dem Lenker drohen bis zu 3750 Euro Busse und drei Monate Haft – doch ein möglicher Fehler bei der Radarzulassung könnte die Messung zu Fall bringen.

Mitten in der Nacht auf den 27. September wurde ein Schweizer auf der französischen Autobahn A40 erwischt – mit einer Geschwindigkeit, die selbst erfahrene Polizisten staunen liess. Das Messgerät zeigte 312 km/h an. Erlaubt wären auf dem Abschnitt im Arve-Tal in der Haute-Savoie lediglich 130 km/h gewesen.

Am Steuer sass ein 48-jähriger Schweizer in einem Porsche 911 GT3. Wie «Europe 1» berichtet, soll es sich beim Lenker um einen Schweizer Manager handeln. Nach Abzug der Messtoleranz gehen die Behörden von 300 km/h aus. Damit war der Mann noch immer 170 km/h zu schnell unterwegs. Umgerechnet raste der Sportwagen mit fast 87 Metern pro Sekunde über die Autobahn.

Führerschein direkt eingezogen

Die Polizei nahm die Verfolgung auf und stoppte den Porsche schliesslich. Mehrere französische Medien sprechen von der höchsten Geschwindigkeit, die französische Ordnungskräfte bislang bei einer Kontrolle festgestellt haben. Der Führerausweis wurde direkt vor Ort eingezogen, der Wagen landete auf dem Abschlepphof. Zudem musste der Fahrer eine Kaution von umgerechnet 1420 Franken hinterlegen.

Für den Schweizer könnte es nun teuer werden. In Frankreich gilt seit Ende Dezember 2025 bereits eine Überschreitung von 50 km/h beim ersten Verstoss als Straftat. Ihm drohen bis zu 3750 Euro (3550 Franken) Busse und maximal drei Monate Gefängnis. Im Februar soll er vor einem französischen Gericht erscheinen.

Fahrverbot zunächst wohl nur für Frankreich

Weil der Mann einen Schweizer Führerausweis besitzt, gelten aber nicht alle administrativen Folgen wie bei einem französischen Fahrer. Ein französisches Fahrverbot hätte grundsätzlich nur in Frankreich Wirkung. Ob und welche Konsequenzen in der Schweiz folgen, ist offen.

Zudem könnte ausgerechnet die Radarmessung zum entscheidenden Punkt werden. Verkehrsrechtsanwalt Maître Changeur weist gegenüber dem französischen Autoportal «Caradisiac» darauf hin, dass mobile Geräte nur für bestimmte Geschwindigkeitsbereiche zugelassen sind. Viele ältere Radare seien bis 250 km/h zertifiziert, neuere bis 300 km/h. Die registrierten 312 km/h liegen darüber.

Bist du schon schneller als erlaubt gefahren?

War das verwendete Gerät nicht für dieses Tempo zugelassen, könnte die Messung vor Gericht angefochten werden. Ob sie tatsächlich ungültig ist, müsste jedoch erst ein Gericht beurteilen.

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Reto Bollmann

Reto Bollmann (bre), Jahrgang 1991, verstärkt seit Ende 2021 als Redaktor den Newsdesk von 20 Minuten. Eine Vorliebe hat er für politische, wissenschaftliche und geschichtliche Themen.

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