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Monday, October 19, 2026

Heiratsstrafe – Überparteiliche Allianz bekämpft Fairness-Initiative der Mitte

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  • Ein überparteiliches Bündnis aus FDP, SP, Grünen, GLP und Verbänden wehrt sich gegen die Initiative.
  • Das Komitee warnt vor bis zu drei Steuererklärungen und einer erneuten Benachteiligung von Paaren.
  • Dem Bund drohen laut den Gegnern jährliche Mindereinnahmen von bis zu drei Milliarden Franken.

Die breite Allianz argumentiert, die Initiative sei überflüssig. Die Heiratsstrafe sei bereits durch die Annahme des Bundesgesetzes über die Individualbesteuerung im März durch das Volk beseitigt worden.

Zwei Personen sitzen an einem Tisch mit Mikrofonen auf einem Podium.
Legende: GLP-Nationalrätin Kathrin Bertschy (links) und Grünen-Nationalrätin Franziska Ryser vom Nein-Komitee gegen die Mitte-Initiative zur Abschaffung der Heiratsstrafe in Bern. KEYSTONE/Peter Schneider

Die Umsetzung bis 2032 läuft bereits. Ab dann sollen Personen unabhängig vom Zivilstand auf allen drei Staatsebenen separat besteuert werden. Die Initiative «Ja zu fairen Bundessteuern auch für Ehepaare – Diskriminierung der Ehe endlich abschaffen» oder kurz Fairness-Initiative der Mitte will die Diskriminierung von Verheirateten lediglich bei der Bundessteuer beseitigen.

Dies würde laut den Gegnerinnen und Gegnern ein «Steuerchaos» mit bis zu drei Steuererklärungen schaffen.

In den Kantonen bliebe die bereits beschlossene Individualbesteuerung zudem in Kraft. Selbst bei einem Ja zur «Fairness-Initiative» müssten die Kantone und Gemeinden demnach die Individualbesteuerung einführen.

Ehe-Bonus und Milliardenverluste für den Bund

Die im Rahmen der Mitte-Initiative vorgesehene alternative Steuerberechnung würde zudem einen Ehe-Bonus und eine erneute Benachteiligung unverheirateter Paare schaffen. Die Entlastungen kämen hauptsächlich den Top-Verdienern zugute, während die Mittelklasse kaum profitiere.

Hinzu kämen jährliche Einnahmenverluste zwischen 700 Millionen und drei Milliarden Franken für den Bund, wie die Gegnerinnen und Gegner weiter vorrechneten. Dabei stützen sie sich auf Berechnungen der Eidgenössischen Steuerverwaltung. Sie müssten durch Leistungskürzungen oder Steuererhöhungen gedeckt werden.

Über die Vorlage wird das Stimmvolk am 29. November befinden.

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