Prognose des Arbeitsministeriums: Rentner können 2027 mit sattem Rentenplus rechnen

Prognose des ArbeitsministeriumsRentner können 2027 mit sattem Rentenplus rechnen
03.11.2026, 15:51 Uhr

Rentner können 2027 auf ein deutliches Plus hoffen: Die gesetzliche Rente soll zum 1. Juli um 4,09 Prozent steigen. Auf Beschäftigte und Unternehmen kommen indes neue Belastungen zu..
Im kommenden Jahr können gesetzlich versicherte Rentner in Deutschland auf eine Rentenerhöhung von mehr als vier Prozent hoffen. Das Bundesarbeitsministerium rechne zum 1. Juli 2027 mit einer Anhebung um 4,09 Prozent, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) unter Berufung auf einen Entwurf des neuen Rentenversicherungsberichts der Bundesregierung.
Eine Erhöhung in dieser Größenordnung würde demnach rund 41 Euro mehr je 1000 Euro Monatsrente ausmachen. Der Entwurf zeigt laut FAZ außerdem: Die sogenannte Bruttostandardrente eines Durchschnittsverdieners mit 45 Beitragsjahren stiege damit 2027 von bisher 1913 Euro auf 1992 Euro. In diesem Jahr waren die Renten zum 1. Juli um 4,24 Prozent gestiegen.
Der Beitragssatz zur Rentenversicherung bleibt laut dem Entwurf im kommenden Jahr noch stabil bei 18,6 Prozent des Bruttolohns. Der Bericht zeige allerdings auch: Ab 2028 müssen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf deutlich mehr Belastungen einstellen. Der Beitragssatz soll dann um 1,1 Prozentpunkte auf 19,7 Prozent steigen. Für das Jahr 2029 wird dann mit einer weiteren Erhöhung auf 19,8 Prozent gerechnet, schreibt die FAZ. Im Frühjahr hatte die Deutsche Rentenversicherung für 2028 noch einen Beitragsanstieg auf 19,9 Prozent prognostiziert und auf 20 Prozent im Jahr 2029.
Der neue Rentenversicherungsbericht wagt demnach auch einen Ausblick in das Jahr 2040. Bis dahin könnten die gesetzlichen Renten laut FAZ bei unveränderter Gesetzeslage um insgesamt 46,5 Prozent steigen. "Dies entspricht einer durchschnittlichen Steigerungsrate von rund 2,8 Prozent pro Jahr", zitiert die Zeitung den Bericht. Mögliche Änderungen durch die geplante Rentenreform seien dabei noch nicht berücksichtigt.
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