300’000 km Strassen analysiert – Römisches Strassennetz: Alle Wege führen in Provinzstädte

Das Sprichwort stimmt nicht – so das Ergebnis eines Forschungsteams, das fast 300’000 km an Strassen analysiert hat. Was richtig wäre: Viele Wege führen zu den jeweiligen Provinzhauptstädten.
Strassennetz nach Provinzen
Das Strassennetz des Römischen Reichs war nach Provinzen organisiert. Einige Provinzhauptstädte waren dabei per Landweg sogar besser miteinander verbunden als das damalige Rom.
Dazu gehörten zum Beispiel die folgenden drei Städte in der heutigen Türkei: Antiochia (heutiges Antakya), Ankara und Byzantium (heutiges Istanbul) sowie Korinth des heutigen Griechenlands.
Gerade oder kurvige Strassen
Die Menschen des Römischen Reichs versuchten, die Strassen so gerade wie möglich zu bauen. Dafür nutzen sie auch Brücken und Tunnels.
Wasserwege im Römischen Reich
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In dieser Studie wurden Wasserwege wie zum Beispiel per Fluss nicht einberechnet. Frühere Studien haben sich jedoch mit den Wasserwegen im Römischen Reich beschäftigt. Sie zeigen, dass Städte im heutigen Italien, Griechenland und Tunesien sehr gut miteinander verbunden waren.
Das Forschungsteam hat mithilfe dieser Studien zu den Wasserwegen die Städte bestimmt mit einer sehr günstigen Lage, um per Land- oder Wasserweg erreichbar zu sein. Dazu gehören zum Beispiel Rom, Antiochia und Korinth. Auch mehrere Städte im heutigen Griechenland, Algerien, Bulgarien und Serbien waren sehr gut erschlossen. Im heutigen Deutschland gehören zwei Städte dazu: Vindelicum (heutiges Augsburg) und Mogontiacum (heutiges Mainz).
Doch die neue Studie zeigt auch: Die damaligen Strassen waren kurviger als heute. Und dort, wo es früher eine Dichte an römischen Strassen gab, verlaufen auch heute noch wichtige Hauptverkehrsstrassen.
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