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Wednesday, October 28, 2026

Angestellte protestierten: Niederlande boykottieren ESC nun doch

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  • Die Niederlande treten am Eurovision Song Contest 2027 in Bulgarien nun doch nicht an.
  • Rund 400 Mitarbeitende der NPO hatten zuvor gegen die geplante Rückkehr protestiert.
  • Irland boykottiert erneut, Tschechien sagt aus Spargründen ab.
  • Die Schweiz ist dabei, der ESC findet vom 11. bis 15. Mai 2027 in Burgas statt.

Die Niederlande haben ihre Entscheidung zur Rückkehr an den Eurovision Song Contest (ESC) überraschend rückgängig gemacht. Wie die öffentlich-rechtliche Rundfunkorganisation NPO am Dienstag mitteilte, wird das Land 2027 keinen Act nach Bulgarien schicken. Noch im September hatte die NPO die Rückkehr nach einem Jahr Boykott angekündigt. Nun fehlt dafür die Unterstützung der niederländischen Sender.

Rund 400 Mitarbeitende protestierten gegen die Rückkehr

Bereits im August hatte der bisher zuständige Sender Avrotros erklärt, wegen Israels Teilnahme nicht am Wettbewerb mitmachen zu wollen. Die NPO (öffentlich-rechtlicher Rundfunk der Niederlande) übernahm daraufhin die Verantwortung und plante, mit einem unabhängigen Expertenteam einen niederländischen Beitrag auf die Beine zu stellen.

Doch die Entscheidung stiess auf Widerstand. Laut «Euronews» unterzeichneten rund 400 NPO-Mitarbeitende einen Brief, in dem sie die Organisation aufforderten, ihre Teilnahme nochmals zu überdenken. Auch aus der Öffentlichkeit kam Kritik.

NPO-Direktorin Jet de Ranitz erklärte nun, man habe zunächst genügend Unterstützung für eine Rückkehr gesehen. Letztlich habe sich jedoch kein Sender gefunden, der die Teilnahme eines niederländischen Acts ermöglichen wollte. Angesichts der sensiblen Themen sei es deshalb noch zu früh, 2027 wieder mitzumachen.

Ganz verzichten müssen niederländische Fans allerdings nicht auf den ESC: Der Sender NOS wird den Wettbewerb weiterhin übertragen.

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Diese Länder haben ebenfalls bereits abgesagt

Die Niederlande sind nicht das einzige Land, das dem Wettbewerb fernbleibt. Schon 2026 hatten neben ihnen Spanien, Irland, Island und Slowenien ebenfalls den ESC in Wien boykottiert. Hintergrund war die Entscheidung der Europäischen Rundfunkunion (EBU), Israel trotz des Kriegs in Gaza weiterhin teilnehmen zu lassen.

Irland hat seinen Boykott für 2027 bereits bestätigt. Der Sender RTÉ begründet dies unter anderem mit der humanitären Situation in Gaza. Auch eine TV-Übertragung wird es dort nicht geben.

Ebenfalls abgesagt hat Tschechien. Anders als bei den Niederlanden und Irland stehen dort jedoch keine politischen Gründe im Vordergrund. Der öffentlich-rechtliche Sender Česká televize verweist auf Budgetkürzungen und Sparmassnahmen. Eine spätere Rückkehr schliesst er nicht aus.

Weitere Absagen könnten folgen. Spanien, Island und Slowenien haben ihre Rückkehr für 2027 bislang nicht bestätigt.

Schweiz und andere Länder stärken dem Wettbewerb den Rücken

Die Schweiz hingegen wird am kommenden ESC antreten und vielleicht sogar vom zusammengeschrumpften Teilnehmerfeld profitieren können.

Auch Deutschland, Österreich, Italien, Schweden, Norwegen, Finnland, Grossbritannien und Israel haben ihre Teilnahme bestätigt. Nordmazedonien plant gar die Rückkehr zum Wettbewerb. Die endgültige Teilnehmerliste der EBU steht allerdings noch aus.

Eine Premiere gibt es ebenfalls: Kanada wird 2027 erstmals am ESC teilnehmen. Die EBU bestätigte das Debüt bereits im Juli.

Der Eurovision Song Contest findet vom 11. bis 15. Mai 2027 in der bulgarischen Küstenstadt Burgas statt. Das Finale steigt am 15. Mai. Bulgarien hatte sich die Austragung mit dem Sieg von Sängerin Dara am ESC 2026 in Wien gesichert.

Dario Aeberli

Dario Aeberli (dae), Jahrgang 1995, arbeitet seit Oktober 2023 als People-Redaktor bei 20 Minuten. Zuvor war er Lokaljournalist und beim «Migros-Magazin».

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