Heisser Herbstsnack – Harte Schale, süsser Kern: So gelingen perfekte Marroni

Kaum ein Duft kündigt den Herbst so verführerisch an wie jener gerösteter Marroni. Sie wärmen kalte Hände und füllen leere Bäuche. Damit dem Herbstsnack nichts mehr im Wege steht, gibt's hier Marroni-Wissen vom Profi.
1. Woran erkennt man gute Marroni?
Frische Marroni haben meist eine glänzende Schale und fühlen sich fest an. Löcher oder schrumpelige Früchte sind ein Warnzeichen.
Und fühlt sich die Frucht in der Schale lose an oder klappert beim Schütteln stark, kann sie ausgetrocknet sein. «Aber es ist ein Naturprodukt, da hat es immer auch ein paar schlechte drin», sagt Agostini Valente, der seit 40 Jahren Marroni handelt.
2. Wie lagert man sie richtig?
Am besten bewahrt man die braunen Nussfrüchte an einem kühlen und trockenen Ort auf. So halten sie gut noch ein paar Tage.
Eine andere Möglichkeit ist, geschnittene Marroni im Tiefkühler zu lagern. Aber Achtung: «Man darf sie nicht auftauen lassen, sondern gibt sie gefroren in die heisse Pfanne oder den aufgeheizten Ofen, sonst wandelt sich der Zucker um und es gibt eine klebrige Masse», sagt der Marroni-Experte.
3. Wie bereitet man Marroni im Ofen zu?
Gute Nachrichten für alle Fans: Die gerösteten Marroni lassen sich relativ einfach zu Hause zubereiten. Den Backofen auf die höchste Temperatur vorheizen, die Marroni einschneiden und für 12 bis 15 Minuten im Ofen rösten.
4. Wie gesund sind sie?
Wer ungern auf Marroni verzichtet, darf sich freuen: «Sie haben fast alle B-Vitamine und viel Kalium. Das ist ein vollwertiges Nahrungsmittel», sagt der Zürcher Marroni-Händler Agostini Valente.
5. Wie unterscheide ich die Sorten?
Im Volksmund werden meist alle Kastanien als Marroni bezeichnet. Dabei sind sie nur eine Unterart der in Europa heimischen Edelkastanie.
Doch diese Sorte hat es in sich: Marroni gelten als Delikatessen unter den Kastanien. Sie wurden so gezüchtet, dass ihre Früchte besonders gross und süss schmecken. «Marroni erkennt man an den schönen Streifen», so Agostini Valente.
Finger weg heisst es hingegen bei der Rosskastanie: Sie ist nicht essbar. Erkennbar ist sie an der stacheligen Schale und einem weissen Fleck auf der Frucht.
6. Woher kommen Marroni?
In der Schweiz wachsen Kastanien primär südlich der Alpen. Die besten Sorten kommen laut Marroni-Händler Valente aus Italien. Zu Saisonbeginn werden sie aus dem Süden, später auch aus Norditalien, importiert. «Das sind dann die Marroni.»
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