– Schweres Erdbeben der Stärke 7.7 erschüttert Panama

- Ein schweres Erdbeben der Stärke 7.7 hat die Südküste Panamas erschüttert.
- Die Erschütterungen sind auch in der Hauptstadt Panama-Stadt zu spüren gewesen, berichten Augenzeugen.
- Das Pazifik-Tsunami-Warnzentrum warnte zunächst vor gefährlichen Wellen innerhalb der nächsten Stunden für die Küsten etlicher lateinamerikanischer Länder, hob inzwischen die Warnung aber wieder auf.
- Ersten Berichten zufolge gab es keine Toten und keine grössere Zerstörung.
Das Beben ereignete sich nach Angaben des US-Geologischen Dienstes (USGS) um 12.56 Uhr Ortszeit in Panama. Das Epizentrum lag demnach rund zehn Kilometer west-südwestlich von Pitaloza Arriba im zentralen Süden des Landes, in einer Tiefe von zehn Kilometern. Der USGS bezifferte die Stärke zunächst auf 7.6, erhöhte diese danach jedoch auf 7.7. Das Pazifik-Tsunami-Warnzentrum in Honolulu hatte eine Stärke von 8.0 und eine Tiefe von 33 Kilometern angegeben.
Folgen des Erdbebens in Panama
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Bild 1 von 4. Im Süden Panamas wurden Gebäude beschädigt und tausende Menschen auf die Strasse getrieben. Bildquelle: Keystone/EPA/BIENVENIDO VELASCO.
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Bild 2 von 4. Sichtlich erschütterte Einwohner versammelten sich im Freien, während sie auf Nachrichten über die Auswirkungen des Bebens warteten. Bildquelle: Keystone/AP Photo/Alma Solis.
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Bild 3 von 4. In Penonomé wurde unter anderem die Kathedrale San Juan Bautista beschädigt. Bildquelle: EPA/BIENVENIDO VELASCO.
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Bild 4 von 4. Eine Krankenschwester kümmert sich nach einer Evakuierung vor dem Krankenhaus Aquilino Tejeira um Patienten. Bildquelle: EPA/BIENVENIDO VELASCO.
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«Wir haben es sehr stark gespürt. In der Küche sind Dinge umgefallen, aber uns geht es gut, auch wenn wir grosse Angst haben», berichtete der 60-jährige Rosendo Domínguez, der aus der Provinz Herrera stammt, in der sich das Erdbeben ereignete, der Associated Press am Telefon. «Alle sind draussen und haben Angst.»
In mehreren Regionen verliessen Menschen vorsorglich Gebäude, Geschäfte und Schulen. Die Regierung setzte den Nachmittagsunterricht landesweit aus. Der internationale Flughafen Tocumen unterbrach zwischenzeitlich vorsorglich den Betrieb, ist mittlerweile aber wieder geöffnet. In mehreren Provinzen fiel zudem der Strom aus.
Der Präsident Panamas, José Raúl Mulino, rief zur Ruhe auf und schrieb auf X: «Was passiert ist, sollte nicht dazu genutzt werden, Panik oder Unruhen zu schüren.»
In den folgenden Stunden nach dem Erdbeben erschütterten über 40 Nachbeben das Land. Trotzdem meldete der Panamakanal einen normalen Betrieb. Auch der internationale Flughafen Tocumen in Panama Stadt nahm nach einem vorsorglichen Unterbruch seinen Flugbetrieb wieder auf.
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