Gegner freuen sich: Neutralitätsinitiative schifft deutlich ab

Abstimmungssonntag
Wie entscheidet das Volk über Blochers Neutralitätsinitiative?Am Sonntag stimmt die Schweiz über zwei Vorlagen ab: die Neutralitätsinitiative und die Ernährungsinitiative. Alle News, Hintergründe, Stimmen und Analysen dazu findest du hier im Liveticker.



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Abstimmungssonntag: Darum gehts
- Die Schweizer Stimmbevölkerung entscheidet am Sonntag über zwei Vorlagen.
- Die Neutralitätsinitiative will eine «immerwährende und bewaffnete» Neutralität in der Verfassung verankern.
- Die Ernährungsinitiative fordert, dass der Selbstversorgungsgrad der Schweiz innert zehn Jahren auf 70 Prozent steigt.
- Die letzte Umfrage zeigt für beide Initiativen einen deutlichen Nein-Trend.
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26.09.2026
Samstag
Abstimmungssonntag: Die Ausgangslage
Am Sonntag entscheidet die Schweiz über die Neutralitätsinitiative und die Ernährungsinitiative. 20 Minuten gibt dir den Überblick zur Ausgangslage.
Neutralitätsinitiative
Die Neutralitätsinitiative will die «immerwährende und bewaffnete» Neutralität in der Verfassung verankern.
Eingereicht wurde sie aus SVP-nahen Kreisen – an vorderster Front kämpft alt Bundesrat Christoph Blocher für ein Ja. Alle übrigen Parteien sowie Parlament und Bundesrat stellen sich gegen das Vorhaben.
Die letzte Umfrage zeigte einen deutlichen Nein-Trend in der Stimmbevölkerung: So wollten Mitte September nur 31 Prozent der Initiative zustimmen – 68 Prozent lehnten sie ab. Die Zustimmung ist seit der ersten Umfrage Mitte August um fünf Prozentpunkte gesunken.
Ernährungsinitiative
Die Ernährungsinitiative fordert, dass die Schweiz ihren Selbstversorgungsgrad bis in zehn Jahren auf 70 Prozent erhöht – heute liegt der Netto-Selbstversorgungsgrad bei etwa 45 Prozent.
Die Initiative stammt von Franziska Herren und ihrem Verein «Sauberes Wasser für alle», welcher auch schon die Trinkwasserinitiative lancierte, die 2021 von der Stimmbevölkerung abgelehnt wurde.
Bundesrat, Parlament sowie alle Parteien lehnen die Ernährungsinitiative ab – mit Ausnahme der Grünen, die Stimmfreigabe beschlossen haben: Im Parlament stimmte jedoch kein einziges National- oder Ständeratsmitglied für die Vorlage. Auch der Bauernverband weibelt für ein Nein an der Urne.
Gemäss der aktuellsten Umfrage von Mitte September dürfte die Initiative an der Urne klar scheitern: 69 Prozent lehnen das Anliegen ab, während es lediglich 29 Prozent unterstützen. Seit der ersten Umfrage von Mitte August ist die Zustimmung um zwei Prozentpunkte gesunken.
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