Barca und Flick schieben Clasico-Frust: "Heute waren wir nicht frisch"
Der FC Barcelona hat den Clasico im eigenen Stadion verloren, La Liga ist wieder offen. Hansi Flick lässt keine Ausreden gelten.

Enttäuschter Barca-Trainer: Hansi Flick im Clasico IMAGO/ZUMA Press
1:2 im Clasico - und das vor den heimischen Fans. Die Niederlage des FC Barcelona gegen Real Madrid macht den Kampf um die Spitze in La Liga wieder spannend. Statt der möglichen neun Punkte Vorsprung auf Real sind es nur deren drei, Atletico rückte als Zweiter bis auf zwei Zähler heran.
Hansi Flick verlieh dem Frust aufseiten der Blaugrana nach Schlusspfiff Ausdruck. Der Barca-Coach klagte: "Ich sage die Wahrheit: Heute waren wir nicht frisch, und das müssen wir ändern."
Spielbericht
Die fehlende Frische erklärte sich der 61-Jährige auch mit den Reisestrapazen aufgrund mehrerer englischer Wochen am Stück. "Aber ich will nicht darüber reden, wenn wir verlieren, sondern wenn wir gewinnen. Und ich akzeptiere keine Ausreden", sagte Flick, der mit Barca die erste Liga-Niederlage nach zuvor neun Siegen am Stück kassierte. Ausgerechnet im prestigeträchtigsten Duell der Saison.
"In der zweiten Halbzeit haben wir gut gespielt, und Real hatte nur zwei Chancen, um das zweite Tor zu erzielen", so die Analyse des Trainers bei DAZN. Am Ende habe Barca "auf Pressing gesetzt, und sie haben einen Konter genutzt, um das Tor zu erzielen. Das ist nicht gerade erfreulich für uns, aber wir müssen es akzeptieren".
Flick: "So kippt die Waage"
Durch die Niederlage gegen Real verpassten die Katalanen den alleinigen Startrekord in La Liga mit zehn Siegen. Neun Siege zum Auftakt waren bislang auch Real in der Saison 1968/1969 gelungen. "Niederlagen gehören zu diesem Sport. Wir müssen analysieren und besser werden, und das werden wir tun. Es ist wichtig, zu reagieren", sagte Flick, dessen Team kurz zuvor schon in der Champions League bei PSG verloren hatte (2:4).
Doch der Chefcoach ahnt jetzt nichts Schlimmeres. "Ich glaube nicht, dass diese Niederlage im Team Zweifel aufkommen lässt. Jeder kennt die Situation. Wir haben heute nicht ganz gut gespielt, aber in großen Spielen entscheiden die Details. So kippt die Waage, und heute war das Glück nicht auf unserer Seite", sagte der ehemalige Bundestrainer.
Besser machen können es die Katalanen - nur Raphinha (61.) traf für sie ins Netz - in zwei weiteren Heimspielen, die vor der Tür stehen: Am Samstag kommt Deportivo Alaves ins Camp Nou (21 Uhr), am 3. November kreuzt Aston Villa in Nordspanien auf (21 Uhr). Real indes, dessen Matchwinner Kylian Mbappé hieß (41., 87.), muss nun dreimal am Stück auswärts ran (Santander, AEK, Valencia).
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.