«O'zapft is»: So teuer ist die Mass Bier dieses Jahr

- Oberbürgermeister Dominik Krause eröffnet das 191. Oktoberfest in München mit dem traditionellen Anstich im Schottenhamel.
- Bis zum 4. Oktober erwarten die Veranstalter rund sechs Millionen Gäste auf der Theresienwiese.
- Die Mass Bier kostet dieses Jahr im Schnitt 15,61 Euro – fast ein Drittel mehr als 2019.
«O'zapft is»: Mit dem traditionellen Anstich beginnt am Samstagmittag das 191. Oktoberfest in München. Punkt 12 Uhr eröffnet Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) die Wiesn im Schottenhamel. Erst danach darf in allen Festzelten Bier ausgeschenkt werden. Für den neuen Rathauschef ist es die Premiere mit Schlegel und Zapfhahn. Wie viele Schläge er für das erste Fass braucht, werden die Zuschauer genau zählen.
Die erste Mass reicht er nach Wiesn-Brauch Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Dann kann die grösste Feier der Stadt richtig losgehen.
Zwischen 14,80 und 15,90 Euro pro Mass Bier
Zum Auftakt sind bis zu 24 Grad und blauer Himmel angekündigt. Bis zum 4. Oktober erwarten die Veranstalter rund sechs Millionen Gäste aus aller Welt auf der Theresienwiese.
Für viele Besucher gehört inzwischen aber auch der Blick auf die Preise zum festen Wiesn-Ritual. Die Mass Festbier (1 Liter) kostet dieses Jahr je nach Zelt zwischen 14,80 und 15,90 Euro (14 bis 15 Franken). Im Durchschnitt werden also 15,61 Euro fällig. 2019 lag der Preis noch bei 11,71 Euro. Damit ist die Mass binnen sechs Jahren um fast ein Drittel teurer geworden (Quelle: Stadt München). Vor 20 Jahren kostete die Mass übrigens im Durchschnitt noch 7,42 Euro.
Durchschnittspreise für eine Mass Bier seit 2019
- 2019: 11,71 Euro pro Mass
- 2020: Keine Wiesn wegen Corona
- 2021: Keine Wiesn wegen Corona
- 2022: 13,45 Euro pro Mass
- 2023: 14,33 Euro pro Mass
- 2024: 14,90 Euro pro Mass
- 2025: 15,33 Euro pro Mass
- 2026: 15,61 Euro pro Mass
Verpflegung geht immer mehr ins Geld
Noch stärker haben die Preise der einzelnen Speisen angezogen. Ein halbes Brathendl kostete 2025 im Schnitt 18,53 Euro. 2019 waren es noch 12,15 Euro. Bei Schweinswürstl mit Kraut stieg der Durchschnittspreis von 11,04 auf 16,76 Euro. Das entspricht einem Plus von fast 52 Prozent. Auch die Dampfnudel ist ein auffälliger Preissteigerer: Sie kostete vergangenes Jahr 13,67 Euro statt 8,86 Euro im Jahr 2019.
Die Mass ist also nicht automatisch der grösste Kostentreiber. Für Weisswürste wurden 2025 im Schnitt 9,63 Euro verlangt, für Obatzda mit Brot 16,34 Euro. Wer sich ein halbes Hendl, zwei Mass und eine Nachspeise gönnt, kommt somit schnell auf mehr als 60 Euro. Trinkgeld und Fahrgeschäfte sind dabei noch nicht eingerechnet.
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Sicherheitskonzept wurde erweitert
Damit sich das Gedränge auf dem Festgelände besser steuern lässt, haben die Behörden ihr Sicherheitskonzept erweitert. Nach der Überfüllung am zweiten Wiesn-Samstag des vergangenen Jahres gibt es nun ein neues Koordinierungs und Beobachtungszentrum. KI-gestützte Kameras sollen grössere Ansammlungen früh erkennen.
Rund um die Theresienwiese gelten wieder strenge Regeln. Messer, grosse Taschen und Drohnen bleiben draussen. Cannabis ist auf dem Gelände verboten. Rund 600 Polizeibeamte sind im Einsatz. Sie werden von Bereitschaftspolizei, Taschendiebfahndern und Einsatzkräften aus acht Ländern unterstützt.
Jetzt fehlen also nur noch der erste Schlag auf das Fass und der erste Schluck aus der Mass. München ist bereit für 16 Tage Wiesn
Jonas Bucher ist Blattmacher und stellvertretender Co-Leiter des Newsdesks bei 20 Minuten. Er ist seit 25 Jahren in der Medienbranche tätig und 20 Minuten stets treu geblieben.
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