Waadtländer Polizist inszeniert Einbruch – und bestiehlt Nachbarn

- Ein in Montreux tätiger Waadtländer Polizist hat einen Einbruch in seinem eigenen Keller vorgetäuscht und die Versicherung betrogen.
- Er brach Nachbarkeller auf, stahl Lebensmittel und meldete seiner Versicherung einen Schaden von 6300 Franken.
- Die Staatsanwaltschaft Freiburg verurteilte ihn zu 120 bedingten Tagessätzen und 600 Franken Verfahrenskosten.
Offenbar wollte er seine finanziellen Nöte durch Betrug lindern: Ein in Montreux tätiger Polizist täuschte einen Einbruch in seinen eigenen Keller vor und kassierte dafür zunächst eine Entschädigung von seiner Versicherung. Nun wurde der Beamte wegen Betrugs, Diebstahls, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs verurteilt, wie «La Liberté» berichtet.
Der Waadtländer hatte den Einbruch in seinem Keller inszeniert, die Türen der Nachbarkeller aufgebrochen und verschiedene Lebensmittel gestohlen. Anschliessend erstattete er Anzeige und meldete seiner Versicherung einen Schaden von 6300 Franken. Kurz darauf erhielt er eine Entschädigung von 2500 Franken.
Einbruch unter Alkohol- und Medikamenteneinfluss
Um seine Geschichte glaubwürdiger erscheinen zu lassen, brach er zudem die Türen von drei weiteren Kellern im Haus auf. Dabei entwendete er Fleisch aus einer Kühltruhe sowie weitere Lebensmittel – Gegenstände, die er später in seiner Anzeige als gestohlen aufführte.
Drei Monate später verschaffte sich der Mann unter Alkohol- und Medikamenteneinfluss erneut Zugang zum Keller eines Nachbarn. Dort stahl er mehrere Alkoholflaschen und eine Bierzapfanlage. Am folgenden Tag legte er ein Geständnis ab.
Die Staatsanwaltschaft Freiburg verurteilte ihn zu einer bedingten Geldstrafe von 120 Tagessätzen. Zudem muss er Verfahrenskosten in Höhe von 600 Franken übernehmen.
Brauchst du oder braucht jemand, den du kennst, eine Rechtsberatung?
Hier findest du Hilfe:
Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.
