Ewiger Rodriguez beendet eine fünfjährige Durststrecke

Traumtor im Nati-Dress
Ewiger Rodriguez beendet eine fünfjährige Durststrecke
Zum ersten Mal seit 2021 trifft Ricardo Rodriguez wieder im Nati-Dress. Der Linksverteidiger kündigt darum scherzhaft an, sich in Zukunft sämtliche Standards krallen zu wollen.
Publiziert: vor 43 Minuten
Aktualisiert: vor 37 Minuten
- Ricardo Rodriguez erzielt Freistosstor beim 3:0-Sieg der Schweiz gegen Schottland
- Er beendet nach 65 Nati-Einsätzen seine Torflaute mit einem Kunstschuss
- Schweiz spielt 78 Minuten in Überzahl nach Schottlands Platzverweis
Obwohl Ricardo Rodriguez (34) bereits zehn Länderspieltore auf dem Konto hat, ist es schon eine ganze Weile her, seit der Linksverteidiger das letzte Mal im Nati-Dress über einen eigenen Treffer jubeln durfte. Beim 2:1-Sieg in einem Testspiel gegen die USA vor über fünf Jahren traf der Zürcher zum zwischenzeitlichen Ausgleich.
Nun beendete Rodriguez am Dienstagabend gegen Schottland seine Durststrecke von 65 Nati-Einsätzen ohne Tor. Und das auf rotzfreche Art und Weise. Auf der Anzeigetafel im Hampden Park von Glasgow läuft die zwölfte Minute, als der Nati-Routinier einen Freistoss von der Strafraumkante in die Goalie-Ecke zwirbelt und damit Schottlands Schlussmann Angus Gunn überrascht. «Es ist wieder einmal Zeit geworden. Das war ein richtig schönes Tor», freut sich Rodriguez.
«Die nächsten zehn schiesse ich»
Weil seine Teamkollegen dem schottischen Goalie geschickt die Sicht genommen hätten, habe er genau gewusst, wohin er schiessen müsse. Dass ihm die Umsetzung seines Plans derart gut gelungen ist, überrascht Rodriguez nicht. «Ich habe in meiner Karriere schon ein paar Freistösse geschossen und so auch schon Tore erzielt», so der 146-fache Nationalspieler. Zuvor hatte er im SRF-Interview bereits mit einem Augenzwinkern angekündigt: «Die nächsten zehn Standards schiesse ich!»
Sein Tor sorgt in Glasgow schon in der Startphase für die Vorentscheidung. Weil unmittelbar vor dem Rodriguez-Freistoss Schottlands Hendry vom Platz fliegt, kann die Schweiz fast die ganze Partie in Überzahl agieren. «Die Rote Karte mit dem anschliessenden Tor war der perfekte Start. Das hat es für uns einiges angenehmer gemacht», findet Rodriguez. Schliesslich sei es nie einfach, gegen Schottland zu spielen. «Das haben wir auch an der EM gesehen. Sie haben eine gute Mannschaft, die extrem gut verteidigt», findet der Torino-Profi.
Yakin entscheidet über Penalty-Schützen
Rodriguez' Ankündigung, in Zukunft sämtliche Schweizer Standardsituationen übernehmen zu wollen, gilt vorerst aber nicht für die Penaltys. «Die Entscheidung, wer schiesst, liegt jeweils beim Trainer. Aber ich bin immer parat», sagt Rodriguez. In den vergangenen Jahren hatte er die Aufgabe vom Punkt jeweils seinen Teamkollegen überlassen, nachdem der einstige Nummer-1-Schütze dreimal in Folge einen Penalty verschossen hatte – unter anderem vor über fünf Jahren beim 2:1 im Testspiel gegen die USA.
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