Nati-Gegner Slowenien im Fokus – Der Superstar fehlt, dafür kommt Super-League-Erfahrung

Es war schon auch etwas Pech dabei, dass Slowenien zum Auftakt der Nations League ohne Tor geblieben war: Immerhin traf Vanja Drkusic gegen Schottland den Pfosten. Doch das 0:0 offenbarte auch, wie sehr den «Zmajceki», also den «Drachen», das offensive Feuer fehlte. Wie sehr ihr Superstar fehlte: Benjamin Sesko war zwar zum Nationalteam angereist. Doch der Stürmer von ManUnited verabschiedete sich bald schon wieder. Alte Probleme mit dem Schienbein waren aufgeflammt.
Die Partie zwischen der Schweiz und Slowenien in der Nations League wird am Samstag ab 20:10 Uhr auf SRF zwei übertragen (inkl. Audiodeskription). Der Anpfiff erfolgt um 20:45 Uhr.
Im Radio wird die Partie auf SRF 3 live durchkommentiert.
Im zweiten Heimspiel, wiederum im Stadion Stozice in Ljubljana, klappte es für den nächsten Gegner der Nati dann. Ein harmloses Nordmazedonien wurde mit 2:0 in die Knie gezwungen. Es war erst der zweite Sieg in diesem Jahr und eine Erleichterung für Bostjan Cesar, der die Slowenen Ende Januar übernommen hatte.
Bisherige Spiele Sloweniens
Kein Sieg gegen Zypern
Die Equipe, die noch an der EM 2024 England, Dänemark, Serbien und schliesslich im Achtelfinal Portugal (nach 90 Minuten) jeweils ein Remis abgerungen hatte, war zwischenzeitlich tief gesunken: nur vier Punkte in der WM-Quali, im Juni ein 1:1 zu Hause gegen Fussballzwerg Zypern.
Die Schweiz ist nicht nur deshalb am Samstag in Luzern klar favorisiert. Mit dem dritten Sieg im dritten Spiel könnte das Team von Murat Yakin bereits eine Vorentscheidung im Kampf um den angepeilten Gruppensieg schaffen. Dazu muss mit Goalie Jan Oblak einer der Besten seines Fachs bezwungen werden. Der Atletico-Legionär ist in dieser Nations-League-Kampagne noch ohne Gegentor – genau wie sein Konterpart Gregor Kobel.
Viel Super-League-Erfahrung im Gepäck
Slowenien kann sich im Duell zudem auf ein beachtliches Mass an Super-League-Erfahrung verlassen. Der frühere Luganese Sandi Lovric traf gegen Nordmazedonien, der Ex-Basler Andraz Sporar kam gegen Schottland zum Zug und der aktuelle FCB-Stürmer Zan Celar in der Schlussphase gegen die Nordmazedonier.
Schweiz: Kobel; Athekame, Elvedi, Akanji, Rodriguez; Jashari, Freuler; Rieder, Manzambi, Ndoye; Amdouni.
Slowenien: Oblak; Karnicnik, Brekalo, Bijol, Drkusic, Janza; Begic, Lovric, Cerin, Sturm; Vipotnik.
Die letzten Direktduelle sind noch gar nicht lange her. Im Rahmen der erfolgreichen Qualifikation zur WM 2026 setzte sich die Schweiz in Basel 3:0 durch. Die Torschützen Nico Elvedi, Breel Embolo und Dan Ndoye sorgten schon vor der Pause für klare Verhältnisse. Das deutlich weniger aufregende Rückspiel in Ljubljana endete dann 0:0. Der letzte von zwei slowenischen Siegen in elf Versuchen datiert von 2014. Geht es nach Yakin und seinen Mannen, darf das gerne so bleiben.
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