FCL ist auf gutem Weg – aber noch lange nicht am Ziel

Wieder schwarze Zahlen
FCL ist auf gutem Weg – aber noch lange nicht am Ziel
Der FC Luzern schreibt zum zweiten Mal in Folge schwarze Zahlen. Das strukturelle Defizit bleibt trotzdem hoch. Und auch der zermürbende Streit mit Bernhard Alpstaeg ist noch nicht ausgestanden.
Publiziert: vor 15 Minuten
Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball
Juristisch steckt der FC Luzern weiterhin im zermürbenden Aktionärsstreit mit Bernhard Alpstaeg. Wirtschaftlich befindet sich der Klub derweil auf einem guten Weg. Das zeigt der neueste Geschäftsbericht. Zum zweiten Mal in Folge schliesst der Klub das Geschäftsjahr mit einem kleinen Gewinn ab. Nach 555’000 Franken im Vorjahr sind es diesmal 628’000 Franken.
Gleichzeitig konnte der FCL das strukturelle Defizit um eine Million Franken reduzieren. Die Kehrseite der Medaille: Mit 6,5 Millionen Franken fällt es weiterhin beträchtlich aus. Zudem weist der Klub nach wie vor ein negatives Eigenkapital aus.
FCL schreibt Transferrekord
Dass der FCL dennoch finanziell handlungsfähig bleibt, liegt am positiven wirtschaftlichen Eigenkapital von etwas mehr als zwei Millionen Franken. «Wir haben damit zusätzliche Widerstandsfähigkeit geschaffen, verfügen für einen Klub unserer Grösse aber noch nicht über ein komfortables Polster», heisst es im Geschäftsbericht.
Der FCL ist jedoch auf einem guten Weg, dieses Polster weiter auszubauen. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Transfererlöse: Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte der Klub mit 8,8 Millionen Franken einen neuen Höchstwert. Dazu trug unter anderem der Wechsel von Sascha Britschgi zu Serie-A-Klub Parma bei, der knapp vier Millionen Franken einbrachte.
Transfereinnahmen dürften weiter steigen
Im laufenden Geschäftsjahr dürften die Transfererlöse noch höher ausfallen. Dann schlagen auch die Einnahmen aus dem Verkauf von Andrej Vasovic für 7,5 Millionen Franken plus mögliche Boni zu Buche. Hinzu kommen die Transfers von Adrian Bajrami zu Braga und Pascal Loretz zu Hannover 96.
Gut möglich also, dass die Verkäufe dem FCL in einem Jahr den dritten Reingewinn in Folge bescheren. Das Geld dürfte allerdings nicht allein in die erste Mannschaft fliessen. Hohe Sicherheitskosten und die absehbaren Investitionen in die mittlerweile 15 Jahre alte Thermoplanarena werden ebenfalls einen Teil der Einnahmen beanspruchen.
FCL-Verwaltungsrat tritt ab
Marco von Ah verabschiedet sich aus dem Verwaltungsrat des FC Luzern. Der 64-Jährige tritt bei den kommenden Generalversammlungen der FC Luzern-Innerschweiz AG und der FCL Holding AG nicht mehr zur Wiederwahl an. Er beendet seine Tätigkeit per Ende der laufenden Amtsperiode. Als Grund nennt der Luzerner, dass er seinen Aufgaben und den damit verbundenen Ansprüchen nicht so gerecht werden könne, wie er es sich vorstelle. FCL-Präsident Michael Sigerist bedauert den Rückzug und dankt von Ah in einer Mitteilung vom Montagabend für dessen Engagement und Unterstützung, insbesondere im kommunikativen Bereich. Eine direkte Nachfolge ist vorerst nicht vorgesehen. Die Generalversammlungen finden am 19. November und 14. Dezember 2026 statt.
Marco von Ah verabschiedet sich aus dem Verwaltungsrat des FC Luzern. Der 64-Jährige tritt bei den kommenden Generalversammlungen der FC Luzern-Innerschweiz AG und der FCL Holding AG nicht mehr zur Wiederwahl an. Er beendet seine Tätigkeit per Ende der laufenden Amtsperiode. Als Grund nennt der Luzerner, dass er seinen Aufgaben und den damit verbundenen Ansprüchen nicht so gerecht werden könne, wie er es sich vorstelle. FCL-Präsident Michael Sigerist bedauert den Rückzug und dankt von Ah in einer Mitteilung vom Montagabend für dessen Engagement und Unterstützung, insbesondere im kommunikativen Bereich. Eine direkte Nachfolge ist vorerst nicht vorgesehen. Die Generalversammlungen finden am 19. November und 14. Dezember 2026 statt.
FCL-Präsident erklärt Plan
«Noch tragen die Erlöse dazu bei, das strukturelle Defizit zu decken. Je stärker wir das operative Geschäft aus eigener Kraft finanzieren können, desto mehr Mittel stehen künftig für eine nachhaltige Erhöhung des sportlichen Budgets zur Verfügung», erklärt Präsident Michael Sigerist.
Das muss das Ziel sein. Genauso wichtig wäre es, endlich das Kriegsbeil mit Alpstaeg zu begraben. Denn auch wenn der FCL wirtschaftlich Fortschritte macht, bleibt der juristische Dauerstreit eine Belastung für den Klub.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 10 | 24 | 28 | |
2 | BSC Young Boys | 10 | 15 | 22 | |
3 | FC Sion | 10 | 6 | 19 | |
4 | FC St. Gallen | 10 | -2 | 16 | |
5 | FC Zürich | 10 | -4 | 14 | |
6 | Servette FC | 10 | 1 | 13 | |
7 | FC Basel | 10 | -3 | 13 | |
8 | FC Luzern | 10 | -5 | 12 | |
9 | FC Thun | 10 | -10 | 10 | |
10 | FC Vaduz | 10 | 0 | 9 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 10 | -13 | 8 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 10 | -9 | 6 |
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