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Thursday, November 5, 2026

OpenAI wird mit Übernahme von Pierre Computer zum GitHub-Konkurrenten

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OpenAI hat angekündigt, Pierre Computer zu übernehmen. Das Start-up bietet Open-Source-Tools für die Softwareentwicklung und einige davon sind bereits in Codex eingebaut, dem KI-basierten Softwareentwicklungs- und Automatisierungsagenten von OpenAI. Dadurch baut die KI-Firma eine eigene Infrastruktur für das Coding mit Künstlicher Intelligenz auf, praktisch als Konkurrenz zu GitHub. Denn „die Systeme rund um Git müssen sich weiterentwickeln“, wie OpenAI es ausdrückt.

Damit wird OpenAI auch zum Konkurrenten zu einem Großinvestor, denn 2018 hat Microsoft GitHub für 7,5 Milliarden US-Dollar gekauft. Microsoft hat aber auch Milliarden in OpenAI investiert und hält derzeit rund ein Viertel der Anteile des KI-Unternehmens. Allerdings konkurrieren die beiden Firmen auch in anderen Einsatzgebieten miteinander, etwa bei den KI-Assistenten ChatGPT und Copilot. Das ist im aktuellen Zustand der KI-Branche nicht ungewöhnlich.

Doch mit der jetzt angekündigten Übernahme der Pierre Computer Company betritt OpenAI möglicherweise ein weiteres Spannungsfeld. Das 2023 in den USA gegründete Software-Unternehmen spezialisiert sich auf Cloud-Infrastruktur für Softwareentwicklung und skalierbaren Git-Code-Speicher. Pierre ist in Entwicklerkreisen bekannt für Code Storage, eine Git-Infrastruktur für extrem große Datenmengen und schnelle Code-Aktualisierungen. Dies hat OpenAI zuvor bereits in Codex integriert.

OpenAI hat diese Woche mit „Pando“ zudem ein Backend für Git-Repositories vorgestellt, eine Versionsverwaltung für Programmieragenten. Zusammen mit anderen Bibliotheken Pierres, um etwa Dateien eines Projekts schnell durchsuchen zu können („Trees“) und Änderungen leicht erkennbar zu machen („Diffs“) nähert sich Codex langsam den Funktionalitäten GitHubs an, der auf dem Versionskontrollsystem Git basierenden, webbasierten Cloud-Plattform zum Speichern, Verwalten und gemeinsamen Bearbeiten von Quellcode.

GitHub-Kritiker bemängeln laut Axios, dass die Plattform für menschliche Entwickler gebaut worden sei. Mittlerweile werde Software aber zunehmend von KI geschrieben, sodass ein GitHub-Ersatz mit dem Fokus auf KI-Coding wünschenswert wäre. Eine Plattform von OpenAI könnte dies bedienen. Zudem sei GitHub zuletzt weniger zuverlässig. Kürzlich gab es einen Ausfall bei GitHub, der Actions, Pages und Abrechnung gestört hat.

GitHub erwächst Konkurrenz aber auch von anderen Seiten. Erst vor wenigen Tagen startete der ehemalige GitHub-CEO mit Entire eine GitHub-Alternative, deren Fokus auf Entwicklung mit KI-Agenten und verteilter Infrastruktur liegt. Bereits im Frühjahr hat Elon Musks SpaceX das Entwickler-Tool Cursor geschluckt. Zu Cursor gehört auch Origin, eine von dem KI-Code-Editor Cursor gestartete Git-Forge und Code-Hosting-Plattform, ebenfalls eine direkte Alternative zu GitHub.

Mit den Werkzeugen Pierres könnte OpenAI eine weitere GitHub-Alternative bieten und damit Entwickler nicht nur bei der Programmierung unterstützen, sondern ihnen auch die Kontrolle über die Infrastruktur für Quellcodes geben. Finanzielle Bedingungen der Übernahme wurden nicht genannt, aber die Open-Source-Projekte Pierres sollen auch nach Abschluss der Akquisition quelloffen bleiben.

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