Nicht hässig: 5 Gründe, warum jemand die Arme verschränkt

Wenn das Gegenüber die Arme vor dem Körper verschränkt, deutet man das meist als Zeichen von Ablehnung oder interpretiert es so, dass die Person wütend ist. Wahrscheinlich auf einen selbst. Dabei ist Körpersprache gar nicht so einfach zu lesen, wie man meint. Im Onlinemagazin «The Skimm» erklären zwei Körpersprache-Expertinnen, wie man diese Armposition sonst noch verstehen kann.
Wie gut kannst du die Körpersprache deiner Mitmenschen lesen?
«Verschränkte Arme bedeuten nicht unbedingt, dass jemand hässig ist», sagt etwa Jo Hayes, Etikette-Expertin und Sprachtherapeutin. Die Haltung könne vielmehr auf Zurückhaltung oder Unsicherheit hindeuten und wie eine Art Schutz wirken. Körpersprache-Expertin Nicole Moore weist zudem darauf hin, dass verschränkte Arme manchmal schlicht bequem sind. Die Expertinnen haben neben Ablehnung oder Wut fünf weitere Gründe definiert, warum jemand diese Armposition wählt.
Die Person friert
Manchmal haben verschränkte Arme tatsächlich gar nichts mit der Gefühlslage zu tun, sondern schlicht mit der Raumtemperatur, wie Hayes sagt: Wer friert, verschränkt die Arme, um sie so näher am Körper zu haben.

Die Person versucht, sich zu schützen
Manchmal verschränken Menschen die Arme, um sich von äusseren Reizen etwas abzuschirmen. Die Haltung kann ihnen ein Gefühl von Sicherheit und Abgrenzung geben. So fällt es ihnen leichter, das zu verarbeiten, was um sie herum passiert.
Stichwort Sicherheit: «Wenn sich jemand unwohl, ängstlich oder unsicher fühlt, verschränkt die Person oft die Arme, um sich vor anderen abzuschirmen», sagt Moore. «Dabei ist wichtig: Nur weil jemand vor dir die Arme verschränkt, heisst das nicht, dass die Person sich speziell vor dir schützen will. Vielleicht fühlt sie sich einfach allgemein unwohl und hat das Bedürfnis, sich zu schützen.»
Die Person ist gelangweilt oder müde
Manchmal ist es einfach nur bequem, ähnlich wie wenn wir im Schneidersitz sitzen. «Menschen verschränken manchmal die Arme, um körperliche oder mentale Erschöpfung zu lindern oder ihren Händen einen Platz zum Ausruhen zu geben, wenn ihnen langweilig ist», erklärt Moore.
Mehr zu diesem Thema
Die Person ist nervös, unsicher oder angespannt
Wer nervös, unsicher oder angespannt ist, verschränkt manchmal die Arme, um sich selbst zu beruhigen und weniger verletzlich zu fühlen. Moore erklärt gegenüber «The Skimm», dass diese Haltung besonders bei Angst oder sozialer Unsicherheit ein Gefühl von Schutz geben kann.
Die Person will selbstbewusster wirken
Verschränkte Arme können auch dazu dienen, sich wichtiger oder mächtiger zu fühlen. Wird die Haltung mit einem langen Nacken und gerade gehaltenem Kopf kombiniert, kann das den Eindruck vermitteln, die Umgebung aus einer stärkeren, überlegeneren Position zu beobachten. Manche Menschen nehmen diese Haltung laut Moore deshalb ein, um sich selbst kraftvoller zu fühlen.
Mehr zu diesem Thema
Gibt es weitere Gründe, warum du deine Arme verschränkst?
Meret Steiger (mst), arbeitet seit 2016 für 20 Minuten. Sie ist Redaktorin für Living und Auto & Mobilität und berichtet über Wohnen, Einrichten und Architektur.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.
