Nylonfaden als tödliche Falle: «Wäre mit 150 km/h reingeflogen»

- In Stechelberg wurden zum zweiten Mal innerhalb einer Woche Nylonfäden über der Landezone für Basejumper, Speedflyer und Gleitschirmflieger entdeckt.
- Ein Speedflyer warnt: Bei der Landung erreichen die Piloten bis zu 150 km/h, ein Faden könne dabei lebensgefährlich sein.
- Die Swiss Base Association bezeichnet die Aktion auf Instagram als «lebensgefährlich», das Motiv hinter den Vorfällen ist unklar.
In Stechelberg ist erneut ein Nylonfaden über einer Landezone der Basejumper und Speedflyer entdeckt worden. «Beim Landeanflug erreichen wir bis zu 150 km/h. Wenn ich dann in diesen Faden fliege, kann das für mich als Speedflyer sehr gefährlich werden», sagt ein News-Scout zu 20 Minuten.
Bereits am vergangenen Freitag war in Stechelberg ein solcher Faden über die Landezone für Gleitschirme, Wingsuits, Speedflyer und Schüler gespannt worden. Der Kantonspolizei Bern ist der Vorfall bekannt. Verletzt wurde bisher niemand, die Ermittlungen dazu sind im Gange.
Die Vorfälle sorgen in der Flieger-Szene für Verunsicherung. «Ich meide Stechelberg und die restliche Region im Moment», sagt der Speedflyer. Falls er dennoch fliegen gehe, kontrolliere er den Landeplatz vorher: «Sonst fühle ich mich nicht sicher.»
«Kein harmloser Prank, das ist lebensgefährlich.»
Auch die Swiss Base Association (SBA) warnt vor der Gefahr. Auf Instagram schreibt sie: «Das ist nicht nur ein harmloser Prank, das ist lebensgefährlich.»
«Wer die Fäden gespannt hat und mit welchem Motiv, wissen wir nicht», sagt Beni Kälin, Inhaber der Speedflying School Interlaken. Unklar sei auch, ob sich die Aktion gezielt gegen eine bestimmte Luftsportart richte: «Der am Donnerstag entdeckte Faden war über einem Basejump-Landeplatz gespannt, der erste Vorfall betraf hingegen eine Landezone für mehrere Luftsportarten», so Kälin.
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Maurin Vonplon (mav), Jahrgang 2006, arbeitet seit August 2026 bei 20 Minuten als Praktikant im Ressort Bern.
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