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Saturday, August 29, 2026

Bundesrat befiehlt neue Recycling-Regeln – das ändert sich für dich: Auch das Gurkenglas kostet wegen Gebühr bald mehr

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Bundesrat befiehlt neue Recycling-Regeln – das ändert sich für dich

Auch das Gurkenglas kostet wegen Gebühr bald mehr

Künftig sollst du auch deinen Plastik trennen – und das Gurkenglas wird wohl teurer. Der Bundesrat hat neue Recycling-Regeln beschlossen. Was das für Hersteller, Händler und Konsumenten heisst. Die Übersicht.

Publiziert: vor 5 Minuten

Aktualisiert: vor 1 Minute

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft

  • Bundesrat beschliesst neue Recyclingvorgaben für Plastikverpackungen und Getränkekartons
  • Glasverpackungen könnten bis zu 10 Rappen teurer werden
  • Ab 2030 müssen Verpackungen so klein wie möglich sein
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Janic UrechRedaktor Politik

Wie viele verschiedene Container braucht es beim Entsorgen noch? Vorbildliches Recycling gehört fast schon zur Schweizer Identität. Herr und Frau Schweizer trennen brav Kehricht, PET, Alu und Grüngut, ebenso bündeln sie ihr Papier feinsäuberlich.

Trotzdem hat der Bundesrat noch höhere Ambitionen. In Zukunft sollen wir auch beim Posti-Säckli und Tetra Pak genauer hinschauen. Das musst du dazu wissen – die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Was muss ich anders entsorgen?

Joghurtbecher, Gummibärli-Packungen und Milchkartons landen bisher meist im Kehricht. In Zukunft müssen Coop, Migros und Co. solche Verpackungen zurücknehmen oder durch Dritte zurücknehmen lassen. Beim Entsorgen dürfte es also bald eine Sammelstelle mehr geben. Es gibt zwar bereits jetzt einzelne Kantone und Gemeinden, die solche Plastikabfälle separat sammeln und recyceln. Pflicht ist das aber nicht.

Was passiert, wenn ich das alles weiterhin in den Kehricht werfe?

Ob man die Sammelstellen nutzt oder nicht, ist im Grunde allen selbst überlassen. Ab 2032 hat der Bundesrat aber ein zwingendes Ziel, wie viele der Getränkekartons und Einwegverpackungen wiederverwertet werden müssen. Erreicht die Schweiz dieses Ziel nicht, kann der Bundesrat Coop, Migros und Co. zwingen, ein Pfandsystem einzuführen.

Diese Regel gibt es jetzt schon bei Glas- und PET-Flaschen sowie Alu-Getränkedosen. Da die Schweiz diese Ziele Jahr für Jahr übertrifft, gab es nie Grund dazu, ein Flaschenpfand einzuführen. Dass uns ein Pfandsystem wie in Deutschland blüht, bleibt unwahrscheinlich.

Wer kontrolliert diese Ziele?

Ab 2031 müssen Unternehmen erfassen, wie viele Plastikverpackungen sie in Umlauf bringen. Damit überprüft der Bund, welcher Anteil der Verpackungen recycelt wird.

Warum das Ganze?

Mit den neuen Regeln reagiert der Bundesrat auf einen Vorstoss des St. Galler FDP-Nationalrats und Digitec-Gründers Marcel Dobler (45). Er argumentierte, dass aus dem gesammelten Plastik auch in der Schweiz neue Produkte wie Plastikboxen oder Rohre hergestellt werden.

Dafür müssten bisher Plastikabfälle aus dem Ausland importiert werden, weil sie in der Schweiz zu wenig konsequent gesammelt würden. Ausserdem passt sich die Schweiz damit den Regeln der EU an. Gemäss dem Beratungsunternehmen Ecos ist die Schweizer Lösung aber wesentlich pragmatischer und weniger bürokratisch. 

Zahle ich bald mehr?

Bei Glasverpackungen zeichnet sich ab, dass die Preise steigen. Bereits heute ist bei Getränken aus Glasflaschen eine versteckte Gebühr für die Entsorgung enthalten. So wird das Recycling des Altglases bereits beim Verkauf finanziert. Dieses System wird ab 2028 auch auf alle weiteren Verpackungen aus Glas ausgeweitet. Bald könnten die Essiggurken oder das Parfüm bis zu 10 Rappen mehr kosten.

Was verändert sich an den Verpackungen?

Die neue Verordnung zwingt die Hersteller, die Verpackungen so klein wie möglich zu gestalten. Mit viel Verpackung für wenig Produkt ist also Schluss. Ausserdem müssen die Hersteller in Zukunft genauer darauf achten, möglichst viele recycelte Materialien und möglichst wenig Schadstoffe zu verwenden.

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