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Wednesday, October 28, 2026

Auch Kommission will Mega-Gefechtsplatz für Armee

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Fast so gross wie Appenzell Innerrhoden!

Auch Kommission will Mega-Gefechtsplatz für Armee

Bundesrat und Armee haben ein neues, riesiges Trainingsgelände im Visier. Nun erhalten sie Unterstützung aus dem Parlament: Auch die Sicherheitspolitische Kommission des Ständerats spricht sich deutlich dafür aus.

Publiziert: vor 23 Minuten

  • Armee findet heutige Anlagen zu klein für realistische Trainings
  • Ständeratskommission will ein Mega-Gefechtsübungsgelände
  • Auch Bundesrat und Armee haben das als Ziel im Visier

Daniel BallmerRedaktor Politik

Der Feind ist im Land! Lebenswichtige Infrastrukturen sind eingenommen. Die Schweizer Armee aber ist parat, drängt den Gegner mit allen Mitteln zurück. Rund tausend Soldaten waren im Frühling 2025 für die grosse Truppenübung «Trias 25» extra nach Niederösterreich gereist, wo sie mit österreichischen und deutschen Truppen gemeinsam trainierten.

Begeistert zeigte sich das VBS gerade auch vom Gefechtsübungsplatz Allentsteig, wo die Truppen «ihr ganzes Potenzial» hätten entfalten können. Mit 157 Quadratkilometern ist er rund zehnmal grösser als die hiesigen Waffenplätze in Bure JU und Walenstadt SG. Er ist viermal grösser als der Kanton Basel-Stadt, doppelt so gross wie die Stadt Zürich und fast so gross wie Appenzell Innerrhoden!

Sicherheitslage ermöglicht plötzlich vieles

Für Bundesrat und Armee ist klar: Das wollen wir auch! Heutige Plätze, auf denen Truppen den Ernstkampf im überbauten Gelände trainieren, seien nur für kleinere Übungen geeignet. Das reiche nicht. Planung und Realisation eines solchen Megaprojekts aber würden Jahre dauern und erhebliche Kosten verursachen.

Dennoch unterstützte bereits der Bundesrat eine SVP-Forderung, die auch im Inland wieder grössere Übungen ermöglichen will. Es soll ein geeignetes Gelände bereitgestellt werden. Heute bestünden zu viele Verbote, Regulierungen und Vorgaben, die das verhindern. Sie seien alle abzuschaffen, fordert SVP-Nationalrat Thomas Burgherr (64).

Nicht nur beim Bundesrat rennt Burgherr offene Türen ein. Auch die Sicherheitspolitische Kommission des Ständerats spricht sich mit neun zu drei Stimmen deutlich für die Forderung aus – wegen der wachsenden geopolitischen Instabilität, wie Kommissionspräsident Mathias Zopfi (42, Grüne) in seinem Bericht schreibt.

Die Umsetzung müsse aber die Biodiversität sowie die Interessen der Bevölkerung berücksichtigen, betont die Kommissionsmehrheit. Zudem seien die Behörden auf Kantons- und Gemeindeebene mit einzubeziehen. Die Minderheit lehnt die Forderung hingegen ab. Naturschutz und Bevölkerung müssten Priorität haben.

Hochhäuser, Fabriken und Kanalisationen

Die Armee hingegen wünscht sich Trainingsmöglichkeiten, die einem weitläufigeren städtischen Gebiet entsprechen. So wie es für das Mittelland typisch ist. Bei den heutigen Anlagen handle es sich nur um Dörfer mit ein paar wenigen Häusern – ohne Wohnblocks, Hochhäuser, Fabrikanlagen oder Kanalisationen.

Das alles sei viel zu klein, um in grösseren Verbänden den Einsatz von Feuer und Bewegung zu trainieren. Und dies erkennt die Armee als dringend nötig, sollte es zum Ernstfall kommen. Solche Übungen könne das Militär derzeit aber nur im Ausland durchführen.

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Das sieht der Bundesrat genauso. Noch aber ist es ein weiter Weg, bis auch die Schweizer Armee auf einem eigenen solchen Mega-Gefechtsgelände wie in Niederösterreich üben kann. Detaillierte Arbeiten starten erst, wenn das Parlament einen entsprechenden Entscheid fällt. Erste Schritte dazu sind gemacht.

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