Nations League: Gruppe A – Zidanes Heimdebüt gegen Italien endet mit einem Dämpfer

- Zinédine Zidane kommt in seinem ersten Heimspiel als Frankreich-Trainer in der Nations League nur zu einem 1:1 gegen Italien.
- Die Franzosen gehen dank Zauberfuss Michael Olise verdient in Führung, Alessandro Bastoni gleicht für die Gäste aus.
- Im zweiten Spiel der Liga A schlägt Belgien die Türkei klar mit 3:0.
Die französischen Fans waren aus dem Häuschen, im Stade de France machte die La-Ola-Welle die Runde. Der Grund: Michael Olise hatte wieder einmal gezaubert. Einen Freistoss von der Strafraumgrenze zimmerte der Bayern-Akteur in der 55. Minute mit viel Gefühl via Lattenunterkante ins Tor. Es war das verdiente 1:0 für das Heimteam, das auch Zinédine Zidane an der Seitenlinie entsprechend bejubelte. Er schien auf Kurs, nach zwei Auswärtssiegen auch sein erstes Heimspiel als Coach der «Equipe Tricolore» siegreich zu gestalten.
Die Stimmung erreichte nochmals einen Höhepunkt, als Dayot Upamecano seinen Gegenspieler in der 67. Minute spielerisch leicht ablief und einen womöglich gefährlichen Angriff der Italiener so stoppte. Für diese Aktion erhielt er Szenenapplaus. Wenig später klatschte im Stadion aber kaum jemand mehr. Beim Versuch, sich spielerisch aus der Defensive zu lösen, vertändelte Lucas Da Cunha den Ball. Alessandro Bastoni, der grossen Schrittes angerauscht kam, schnappte sich das Spielgerät und versenkte es kompromisslos im Tor. Dass Upamecano kurz vor Schluss mit einer gelb-roten Karte des Feldes verwiesen wurde, war der negative Schlusspunkt aus französischer Sicht.
Donnarumma hext und hext
Dass Frankreich erstmals in dieser Nations-League-Kampagne Punkte liegen liess, war keinesfalls zwingend. Zu Beginn des zweiten Durchgangs drückte das Heimteam aufs Gaspedal, Gianluigi Donnarumma verhinderte aber zunächst gegen Ousmane Dembélé (48.) und Olise (50.) den Rückstand. Der italienische Schlussmann war es auch, der sein Team in der ersten Halbzeit mehrfach im Spiel gehalten hatte.
Italien seinerseits zeigte sich wie schon gegen die Türkei stark verbessert und vermochte durchaus mitzuhalten. Moise Keane hätte in der 4. Minute das 1:0 aus kürzester Distanz schiessen müssen, wenig später besass auch Davide Frattesi eine hochkarätige Möglichkeit. Tore fielen in der ersten Halbzeit aber weder auf der einen, noch auf der anderen Seite.
Belgien mit überzeugenden Routiniers
In Lüttich kam Belgien zu einem ungefährdeten 3:0-Sieg gegen die Türkei. Kevin De Bruyne erzielte mit seinem Doppelpack (10./60.) die Pflichtspieltreffer 200 und 201 seiner Karriere, Romelu Lukaku (76.) besorgte den Endstand. Mit sechs Punkten liegen die Belgier vor dem Rückspiel in Frankreich am Montag auf Platz zwei. Die Türkei reist nach Italien.
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