Gespräche Trump und Xi – Vor dem Präsidenten-Gipfel: USA und China verhandeln in New York

- Die USA haben China eine Strategie zum Informationsaustausch vorgeschlagen, um Risiken bei der Entwicklung Künstlicher Intelligenz gemeinsam zu minimieren.
- Vor dem Auslaufen der Zollpause am 10. November fordern die USA von China einen ausgewogeneren Handel und die Einhaltung von Rohstoffzusagen.
- Die New Yorker Gespräche sollen die Grundlage für das bevorstehende Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping schaffen.
Man habe den Chinesen einen Mechanismus vorgeschlagen, um den Austausch wichtiger Informationen zur KI-Entwicklung sicherzustellen, sagte US-Finanzminister Scott Bessent anschliessend. «Wir wollen eine gemeinsame Vision hinsichtlich gemeinsamer Ziele und gemeinsamer Bedrohungen.»
Vorbereitung für das Gipfeltreffen
Die Gespräche in der New Yorker Zentrale der US-Grossbank JPMorgan Chase sollten den Boden für das bevorstehende Gipfeltreffen bereiten, wie der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer erklärte.
Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping reist vom 23. bis 25. September auf Einladung von US-Präsident Donald Trump für einen Staatsbesuch in die USA. Während es für Xi die erste US-Reise seit 2023 und der erste Empfang im Weissen Haus seit 2015 ist, hält sich Peking im Vorfeld bedeckt und informierte bislang nur äusserst knapp über den Besuch.
Streitpunkt Handelsbilanz und Zollpause
Greer hatte vorab erklärt, die US-Regierung werde die Umsetzung jüngster Zusagen überwachen und sich für einen «ausgewogenen Handel» einsetzen. Trump ärgert sich seit langem darüber, dass China weitaus mehr in die Vereinigten Staaten exportiert als von dort importiert.
Ein weiteres Thema für beide Seiten dürfte eine Verlängerung des derzeitigen Burgfriedens im Zollkonflikt sein – die vereinbarte Zollpause läuft am 10. November aus. China habe seine Zusage, die Lieferungen kritischer Mineralien wieder zu erleichtern, bislang nicht ausreichend umgesetzt, kritisierte ein hochrangiger US-Regierungsvertreter.
Weitere inhaltliche Details dazu nannte der Minister nicht – er sprach lediglich von einem «sehr erfolgreichen» Treffen mit Chinas Vize-Ministerpräsident He Lifeng. Bessent hatte kürzlich gesagt, die Vereinigten Staaten seien offen für Gespräche darüber, wie Gefahren im Umgang mit KI vermieden werden könnten. Bei dem Treffen in New York sei nun neben der KI-Thematik auch über den von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagenen Handelsrat gesprochen worden, sagte er.
Die Haltung Pekings und geopolitische Konflikte
Aus Peking hiess es, beide Seiten würden sich «vom wichtigen Konsens der beiden Staatschefs leiten lassen» und über Wirtschafts- und Handelsfragen beraten. Konkrete Themen nannte das chinesische Handelsministerium nicht.
Beim Gipfel der beiden Präsidenten dürften auch der Iran-Krieg und die Spannungen um die Inselrepublik Taiwan eine Rolle spielen. Chinas Beziehungen zu Russland könnten ebenfalls zur Sprache kommen.
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