Europa gibt auf Druck der USA Dieselreserven frei

- Europa hat laut US-Präsident Donald Trump der Freigabe seiner strategischen Dieselreserven zugestimmt.
- Trump hatte die europäischen Partner auf Druck der USA zur «sofortigen» Freigabe gedrängt, um die Verbraucherpreise zu senken.
- Die Treibstoffpreise waren infolge des Iran-Kriegs in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen.
Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump haben sich die Europäer auf Druck der Vereinigten Staaten zur Freigabe ihrer Dieselreserven bereiterklärt. «Europa hat soeben zugestimmt, eine gewaltige Menge seiner umfangreichen Dieselöl-Reserven freizugeben», erklärte Trump am Freitag in seinem Onlinedienst Truth Social. Dies werde «umgehend beginnen», fügte er hinzu.
Die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten hatten zuvor über ein gemeinsames Vorgehen beraten. Die Videokonferenz am Freitagnachmittag fand auf Initiative des französischen Präsidenten Emmanuel Macron statt.
Die Trump-Regierung hatte die europäischen Partner zu einer «sofortigen» Freigabe ihrer strategischen Dieselreserven gedrängt, um die Verbraucherpreise zu senken. Als Druckmittel diente offenbar ein möglicher Diesel-Exportstopp der Vereinigten Staaten, für den sich Trump zuvor ausgesprochen hatte.
Die Treibstoffpreise waren in den vergangenen Wochen infolge des Iran-Kriegs erneut erneut deutlich gestiegen. Dies erhöhte den Druck auf Trumps Republikaner, die sich rund einen Monat vor den Kongress-Zwischenwahlen in den USA im Umfragetief befinden.
Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.
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