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Wednesday, November 4, 2026

«Niemand sagt ihm, was er tun soll – ausser manchmal ich»

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  • James Talarico (37) und Abdul El-Sayed (42) haben bei den US-Zwischenwahlen wichtige Senatsrennen für die Demokraten gewonnen.
  • Talarico beendet in Texas eine 38-jährige Durststrecke seiner Partei, El-Sayed schlägt in Michigan den Republikaner Mike Rogers.
  • Talaricos Freundin Brianna Menard war früher seine Stabschefin, El-Sayeds Ehefrau Sarah Jukaku ist Psychiaterin.

Der eine nennt seine Freundin seinen «Fels in der Brandung», der andere bekommt kurz vor der Wahl eine Liebeserklärung auf offener Bühne. James Talarico (37) und Abdul El-Sayed (42) haben bei den US-Zwischenwahlen vom Dienstag wichtige Senatsrennen für die Demokraten gewonnen. Während Talarico in Texas eine 38-jährige Durststrecke seiner Partei beendet, setzt sich El-Sayed in Michigan gegen den Republikaner Mike Rogers (63) durch.

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Doch wer sind die Frauen an ihrer Seite? Brianna Menard kennt den Politikbetrieb aus eigener Erfahrung und arbeitete einst für ihren Schatz Talarico. Sarah Jukaku wiederum brachte ihrem Ehemann El-Sayed überhaupt erst bei, seine Emotionen bei öffentlichen Auftritten zu kontrollieren.

Das ist Brianna Menard, Talaricos «Fels in der Brandung»

Ohne Brianna Menard an seiner Seite hätte er die vergangenen sechs Monate des intensiven Wahlkampfs kaum überstanden, erklärte Talarico im Podcast «The Jamie Kern Lima Show». «Sie ist mein Fels in der Brandung. Sie ist meine beste Freundin.»

Brianna Menard ist nicht nur die langjährige Freundin des neuen Senators von Texas. Die beiden kennen sich aus der Politik: Menard arbeitete früher als Stabschefin für Talarico, bevor aus ihrer beruflichen Beziehung Liebe wurde.

«Dann haben wir uns verliebt und sind seither zusammen», erzählte Talarico im Podcast. Gegenüber dem «People Magazine» bestätigte sein Wahlkampfteam, dass Menard ihre Stelle verliess, nachdem die beiden Gefühle füreinander entwickelt hatten.

Heute arbeitet Menard für die Lobbyorganisation Texas Medical Association. Dort leitet sie unter anderem die politische Arbeit eines Komitees, das Kandidierende unterstützt, die sich für die Anliegen der Medizinbranche einsetzen.

Die vegane Freundin wurde zum Wahlkampfthema

Menard geriet während des Wahlkampfs unfreiwillig in die Schlagzeilen. Der Grund: Sie lebt vegan. Talaricos republikanischer Konkurrent Ken Paxton (63) nutzte das Thema und verspottete ihn als «Tofu Talarico».

Dessen Wahlkampfsprecher stellte daraufhin klar, dass der Demokrat selbst kein Veganer sei – sehr zum Bedauern seiner Freundin. Talarico reagierte mit Humor und verwies auf seine Vorliebe für texanisches Barbecue.

Sarah Jukaku machte ihrem Mann vor den Wahlen eine Liebeserklärung

Der Veganer-Vorwurf gegen Talarico war allerdings Pipifax im Vergleich zu dem, was El-Sayeds Gegner ihm an den Kopf warfen. «Terrorist» und «Dschihadist» schimpften sie ihn. Donald Trump (80) machte sich über seinen Namen lustig und nannte ihn «Adulbabababababa Mohammed El-Sayed», worauf El-Sayed antwortete, dass Trump arabische Namen problemlos korrekt aussprechen könne, wenn sie ihm Geld oder Flugzeuge gäben.

Ohne Ehefrau Sarah Jukaku hätte El-Sayed wohl weniger ruhig reagiert. In seinem Buch «Healing Politics» lobt er Jukakus «stille Selbstsicherheit». «Ich hatte Mühe herauszufinden, wer ich war», schrieb er über sein früheres Ich. «Sarah nicht. Sie tanzte mit ihren Gefühlen. Ich rang mit meinen. Und mit der Zeit brachte sie mir bei, ebenfalls – wenn auch etwas unbeholfen – mit meinen Gefühlen zu tanzen.»

Wie stehst du dazu, dass bei erfolgreichen Politikern oft auch die Partnerin oder der Partner eine wichtige Rolle spielt?

Während Menard bei Talaricos Wahlkampf lieber im Hintergrund blieb, wählte Sarah Jukaku in Michigan einen anderen Weg. Die Ärztin trat beim letzten Auftritt ihres Mannes in Detroit ans Mikrofon und erklärte, dass sie mit der Liebe ihres Lebens verheiratet sei.

«Niemand sagt ihm, was er tun oder sagen soll – ausser vielleicht manchmal ich.»

Sarah Jukaku, Ehefrau von Abdul El-Sayed.

«Bei Abdul bekommt man, was man sieht. Kein Unternehmen, kein Milliardär, keine Interessengruppe, niemand sagt ihm, was er tun oder sagen soll – ausser vielleicht manchmal ich», erklärte sie laut dem Nachrichtenportal «New India Abroad».

Die Menschen in Michigan verdienten «einen Kämpfer wie Abdul». «Er wird für euch und eure Familien da sein, so wie er für mich und unsere Familie da ist», sagte sie.

Sie sind seit 20 Jahren verheiratet und Eltern zweier Töchter

Sarah Jukaku und Abdul El-Sayed lernten sich während ihres Studiums an der University of Michigan kennen. Beide engagierten sich in der muslimischen Studierendenvereinigung. Im Mai 2006 heirateten sie. Gemeinsam haben sie zwei Töchter.

Jukaku hat indische Wurzeln. Ihr Vater stammt aus Bhatkal im Süden Indiens und zog später in die USA. Sie selbst studierte unter anderem an der University of Oxford und an der Columbia University. Heute arbeitet sie als Psychiaterin.

El-Sayed machte aus seiner Dankbarkeit gegenüber seiner Ehefrau keinen Hehl. Auf Social Media schrieb er nach ihrem Auftritt: «Ich bin unendlich gesegnet, Sarah als meine Lebenspartnerin und Mutter unserer Töchter zu haben. Es gibt niemanden, den ich lieber an meiner Seite hätte.»

Dario Aeberli

Dario Aeberli (dae), Jahrgang 1995, arbeitet seit Oktober 2023 als People-Redaktor bei 20 Minuten. Zuvor war er Lokaljournalist und beim «Migros-Magazin».

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