Massive Ausfälle bei Yandex nach ukrainischen Angriffen
Mehrere Beobachter melden seit heute Morgen erhebliche Verbindungsprobleme bei Servern des russischen Internetkonzerns Yandex. Das Unternehmen ist in Russland ein wichtiger Anbieter zum Beispiel für Suchmaschinen, KI-Dienste und Clouddienstleistungen. Vorangegangen waren ukrainische Drohnenschläge auf Rechenzentren in Russland.
Daten der Organisation NetBlocks zeigten einen Einbruch der Yandex-Verbindungen ab heute Morgen, die Organisation sieht das im Zusammenhang mit einem heutigen ukrainischen Drohnenangriff auf Rechenzentren im russischen Wladimir. Bei den Servern von Yandex funktionierten heute Vormittag demnach nur noch rund 80 Prozent der Verbindungen, bei den Yandex-Cloud-Servern fiel diese Quote sogar auf rund 30 Prozent.
Erst am Donnerstag und Freitag ereigneten sich laut der Nachrichtenagentur Reuters zwei weitere solche Ausfälle, nachdem die Ukraine mehrere Rechenzentren attackiert hatte. Nach einem Angriff auf ein Rechenzentrum in Kaluga am Freitag musste Yandex demnach hier teilweise den Betrieb einstellen.
Millionen Menschen in Russland nutzen Yandex-Dienste zur Navigation, für Streaming oder Essensbestellungen. Zudem verlassen sich viele Digitalunternehmen auf die Cloud-Server von Yandex.
Auch russische Supercomputer betroffen
Yandex spielt in Russland auch eine wichtige Rolle in der KI-Entwicklung. In Sasovo, südöstlich von Moskau, betreibt Yandex dafür laut Reuters drei Supercomputer. Zwei davon sind nach einem ukrainischen Angriff und einem Brand in dem Rechenzentrum am Donnerstag außer Betrieb, berichtet Reuters. Yandex selbst teilte demnach mit, dass das Unternehmen vor schwierigen Herausforderungen stehe, um seine Dienste weiterzubetreiben. Das ukrainische Verteidigungsministerium teilte auf seinen Kanälen bisher noch nichts zu den besagten Angriffen mit (Stand: Sonntag, 11. Oktober, 16:55 Uhr).
Ende September hatte es Angriffe Russlands auf wichtige IT-Infrastruktur in der Ukraine gegeben. Dabei wurden Rechenzentren verschiedener Unternehmen angegriffen und beschädigt. Attackiert wurden demnach Rechenzentren von Vodafone Ukraine, Datagroup, Cosmonova, Omega Telecom und DreamLine. Getroffen wurde zudem das Hauptquartier von Kyivstar. Bei einem Einschlag in ein Kiewer Rechenzentrum wurden dabei auch zwei Kinder und ein Erwachsener verletzt. Begründet hat Russland die Auswahl der Ziele laut Reuters mit Verbindungen der angegriffenen Rechenzentren zur ukrainischen Armee.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.