«Ende Monat bleiben mir 40 bis maximal 200 Franken übrig»

Ein Paar mit zwei Kindern verdient 11’200 Franken, hat Fixkosten von 7000 Franken und beschwert sich darüber, dass auch für den Mittelstand in der Schweiz immer weniger finanzieller Spielraum bleibe. Das führt auf Reddit zu einer hitzigen Debatte. 20 Minuten wollte deshalb von der Community wissen, wie viel sie Ende Monat gerne noch auf dem Konto hätte, um ruhig schlafen zu können. Die Antworten findest du in der Bildstrecke oben.
Tatsächlich wird der Mittelstand tendenziell immer ärmer, wie etwa der Global Wealth Report der UBS diesen Sommer gezeigt hat. Das durchschnittliche Vermögen von Schweizerinnen und Schweizern ist 2025 zwar gestiegen, das Medianvermögen aber ist gesunken. Die Bezeichnung meint das Vermögen, bei dem die Hälfte der Menschen mehr und die andere Hälfte weniger besitzt.
Und dies, obwohl die Löhne eigentlich steigen. Doch das Vermögen des Mittelstandes ist einerseits oft gebunden, etwa in Immobilien oder in der Pensionskasse. Andererseits steigen die Kosten, etwa bei den Mieten, was dazu führt, dass der Mittelstand weniger Geld zum Investieren hat – im Gegensatz zu Vermögenden, die etwa von den stark steigenden Börsenkursen im Tech-Sektor der letzten Jahre profitieren konnten.
Gleichzeitig kämpfen am unteren Ende der Skala viele Menschen mit finanziellen Engpässen. Die Armutsquote hat in den letzten Jahren zugenommen, wie Zahlen des Bundesamts für Statistik zeigen.
Daniel Graf (dgr) arbeitet seit 2020 für 20 Minuten. Er ist Leiter des Ressorts News und seit September 2023 Mitglied der Redaktionsleitung.
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