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Monday, November 2, 2026

Keine Umarmungen mehr: Krisengeplagter Oliver Glasner legt eine skurrile Wut-Rede hin

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Krisengeplagter Oliver Glasner legt eine skurrile Wut-Rede hin

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02.11.2026 | 20:10 Uhr

Seit dem Sommer trainiert Oliver Glasner den englischen Klub Nottingham Forest. Dort läuft es aktuell aber überhaupt nicht rund. Grund für den österreichischen Trainer, eine skurrile Wutrede hinzulegen. Motto: Entweder ändern sich die Dinge ganz schnell oder er ist weg.

Der Premier-League-Klub Nottingham Forest steckt in einer saftigen Krise. Aus den vergangenen fünf Spielen nahm das Team gerade mal einen Punkt mit, ansonsten hagelte es Niederlagen. Das Team rutschte in der Tabelle auf Rang 19 ab. Mittendrin steckt der ehemalige Bundesliga-Trainer Oliver Glasner, der im vergangenen Jahr mit Crystal Palace die Conference League gewann.

Der Österreicher ist derart angefressen, dass er nach der jüngsten Pleite am Wochenende (0:2 gegen Brentford) zu einer harschen Wut-Rede ansetzte. Dabei ließ er am Zustand des Klubs und dem eigenen Auftreten der Mannschaft kein gutes Haar. Die Dinge müssten sich schleunigst ändern, kündigte der 52-Jährige an.

Schon in der vergangenen Spielzeit war Forest im Dauer-Krisenmodus, gleich vier Trainer versuchten sich vergeblich an der Mannschaft. Unter Glasner sollten eigentlich Ruhe und Erfolg einkehren. Es kam anders.

"Wir müssen das ändern, und wenn du es nicht ändern kannst, brauchen wir anderes Personal, und wenn der Verein das nicht ändern will, braucht er einen anderen Trainer. Ich will das unbedingt ändern, unbedingt", sagte er in ruhigem Ton auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Brentford. "Wenn die Spieler mitziehen, glaube ich, dass wir die Wende schaffen können. Und wenn nicht, wird der sechste Trainer kommen", prophezeite Glasner und stellte das eigene Ende der Amtszeit schon in Aussicht.

Teilweise sprach der Trainer von sich selbst in der dritten Person. Er werde nicht weitermachen "wie Oliver Glasner", sagte er schon zu Beginn der Pressekonferenz. Mit ihm müsse auch keiner Mitleid haben. "Ich gehe nach Hause und frühstücke mit meiner Familie. Das ist nicht gerade die schlimmste Situation", so Glasner. Er könne auch in zwei Wochen woanders anfange, sagte er anschließend, betonte aber: "Das werde ich nicht tun". Er legte den Fokus auf das Team. "Die Spieler und der Stab bleiben in derselben Situation. Und es ist dieselbe - entschuldigen Sie den Ausdruck - beschissene Situation, in der sich der Verein letztes Jahr befand."

Die Ziele sind freilich ganz andere. "Nein, ich bin nach Nottingham gekommen, um erfolgreich zu sein. Ich bin nach Nottingham gekommen, um die Visionen des Eigentümers, der Fans und des Vereins in die Realität umzusetzen. Und deshalb brauchen wir, um ehrlich zu sein, eine größere Veränderung, als ich vielleicht gedacht habe."

Diese Veränderungen wolle er nun mit aller Macht durchziehen, und zwar "ohne Kompromisse. Null". Die Zügel in Nottingham werden also ab sofort enger gezogen. "Wir müssen mehr aus den Spielern herausholen. Das müssen wir, und genau darin sehe ich meine Verantwortung. Und ich hatte wieder das Gefühl, dass es früher mehr um Umarmungen ging als jetzt, aber wenn Umarmungen nicht funktionieren, gibt es auch einen anderen Weg. Ich muss nicht geliebt werden. Ich bin nicht hier, um geliebt zu werden. Ich bin hier, um diesem Verein Erfolg zu bringen."

Um das zu erreichen, müssen schnell Punkte her. Keine leichte Aufgabe: Am kommenden Samstag geht es für die Glasner-Elf gegen Topteam Manchester City. Anschließend auswärts zu Bournemouth und dann gegen Chelsea.

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