Bill Gates warnt: «KI könnte eine Milliarde Menschen töten»

- Microsoft-Mitgründer Bill Gates warnt in einem NBC-Interview davor, dass KI «eine Milliarde Todesopfer» fordern könnte.
- Gates hält gesetzliche Regulierung für «absolut» notwendig und bezweifelt, dass Selbstregulierung der KI-Unternehmen ausreicht.
- Seine Äusserungen fallen kurz vor einem Treffen von US-Präsident Trump mit führenden KI-Vertretern für Dienstag.
Für Bill Gates ist künstliche Intelligenz so gefährlich, dass sie die Menschheit potenziell auslöschen könnte. Das sagte der Milliardär und Philanthrop in einem Interview mit dem US-Sender NBC. Seine jüngsten Äusserungen fallen in eine Zeit, in der die Techbranche und die US-Regierung darüber beraten, wie der Gefahr eines von KI verursachten Weltuntergangs begegnet werden soll.
«KI ist zweifellos mächtig genug, um Ereignisse auszulösen, die eine Milliarde Todesopfer fordern», sagte Gates in der US-Polit-Talkshow «Meet the Press». Der Microsoft-Mitgründer warnte: «Es hat noch nie eine Waffe gegeben, die so mächtig ist wie die Kombination aus böswilligen Akteuren und den neuesten KI-Werkzeugen.»
KI-Regulierung «absolut» notwendig
Gates wurde auch auf einen kürzlich veröffentlichten Essay von Dario Amodei, dem CEO des KI-Unternehmens Anthropic, angesprochen. Darin hatte Amodei eine Verlangsamung der KI-Entwicklung gefordert. Führende KI-Labore sollten ihr Tempo drosseln und freiwillig zusammenarbeiten, um gemeinsame Standards festzulegen.
«Niemand glaubt, dass Selbstregulierung ausreicht», sagte Gates dazu. Er bezweifle, dass KI-Unternehmen ihre Aktivitäten aus eigener Kraft wirksam begrenzen könnten. Gesetzliche Vorgaben seien «absolut» notwendig. Zudem müssten Strafverfolgungsbehörden und Politiker darüber diskutieren, welche Schutzmassnahmen und Formen der Überwachung erforderlich seien.
Das vollständige NBC-Interview mit Gates wird am Sonntagmorgen ausgestrahlt.
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«Die Tür schliessen und die Angelegenheit klären»
Wie «Forbes» berichtet, erfolgen Gates’ Äusserungen im Vorfeld eines für Dienstag geplanten Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump, dem Sprecher des Repräsentantenhauses Mike Johnson und führenden Vertretern der KI-Branche.
Johnson hatte sich bereits zuvor dafür ausgesprochen, Trump und die Chefs der wichtigsten KI-Unternehmen sollten «in einen grossen Raum gehen, die Tür schliessen und die Angelegenheit klären». Nötig sei eine gezielte Diskussion über die Verantwortung der Unternehmen, um die Sicherheit zu gewährleisten.
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Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.
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