Abstimmung Kanton Waadt – Waadt sagt Ja zu deutlicher Steuersenkung

- Die Waadtländer Stimmbevölkerung hat am Sonntag einer Senkung der kantonalen Einkommens- und Vermögenssteuer um zwölf Prozent zugestimmt.
- 53.9 Prozent stimmten Ja zur Vorlage.
Steuersenkung von 12 Prozent
Kanton Waadt: Initiative «Steuersenkungen für alle – Wiederherstellung der Kaufkraft der Mittelschicht»
-
JA
53.9%
122'737 Stimmen
-
NEIN
46.1%
104'884 Stimmen
Damit setzte sich die von Wirtschaftsverbänden lancierte Initiative gegen den Widerstand von linken Parteien und Gewerkschaften durch. Eine Niederlage bedeutet das Ergebnis auch für die Kantonsregierung, die sich gegen die Initiative ausgesprochen hatte.
Die Initiative senkt die kantonale Einkommens- und Vermögenssteuer ab der Steuerperiode 2027 um zwölf Prozent. Die Befürworter wollen damit die steuerliche Attraktivität der Waadt im Vergleich zu anderen Kantonen verbessern und insbesondere den Mittelstand entlasten.
270 Millionen Franken weniger
Die erwarteten Mindereinnahmen von 272 Millionen Franken seien für den Kanton verkraftbar, argumentierten die Initianten. Die Vorlage betrifft die kantonale Einkommens- und Vermögenssteuer natürlicher Personen. Die Gemeindesteuern bleiben unverändert.
Die Initiative gehörte zu den am heftigsten umkämpften kantonalen Abstimmungsvorlagen der vergangenen Jahre. Lanciert wurde sie von drei Waadtländer Wirtschaftsverbänden, dem Waadtländer Arbeitgeberverband, der Immobilienkammer und der Industrie- und Handelskammer. Sie kam 2023 mit mehr als 28'000 Unterschriften zustande – mehr als doppelt so vielen wie nötig.
Die Regierung und das Kantonsparlament empfahlen die Initiative zur Ablehnung. Die Gegnerinnen und Gegner warnten wegen der Einnahmeausfälle vor Einsparungen und Leistungskürzungen. Linke und Gewerkschaften kritisierten zudem, dass vor allem Menschen mit hohen Einkommen und grossem Vermögen von der Initiative profitierten.
Abstimmungsdossier
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Hier finden Sie News und Hintergründe zu den Abstimmungen vom 27. September 2026.
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