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Saturday, September 26, 2026

«Eigenverantwortung stärken»: SVP-Egger will Kostenübernahme für Fettweg-Spritzen einschränken

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«Eigenverantwortung stärken»

SVP-Egger will Kostenübernahme für Fettweg-Spritzen einschränken

Schlankheit um jeden Preis? Immer mehr Menschen setzen auf Abnehmspritzen, um Gewicht zu verlieren. Doch der Trend kommt die Krankenkassen teuer zu stehen. SVP-Nationalrat Egger will dem deshalb einen Riegel vorschieben.

Publiziert: vor 11 Minuten

Aktualisiert: vor 7 Minuten

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft

  • SVP-Nationalrat Mike Egger fordert Einschränkungen bei Kassenübernahme für Abnehmspritzen
  • Kostenübernahme nur bei BMI über 30 kg/m² vorgeschlagen, Eigenverantwortung betont
  • Arzneimittel zur Gewichtsreduktion verursachten 2024 bereits Kosten von 50 Mio. CHF
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Riccarda CampellRedaktorin Politik

Der Schlankheitswahn ist zurück. Zahlreiche Hollywoodstars wirken wieder erschreckend dünn. Das Ideal vom möglichst schmalen Körper ist plötzlich wieder allgegenwärtig. 

Medikamente, die ursprünglich für Menschen mit starkem Übergewicht entwickelt wurden, haben das Abnehmen zum Massenphänomen gemacht. Das ruft nun auch die Politik in der Schweiz auf den Plan.

Belastung der Prämienzahler entgegenwirken

SVP-Nationalrat Mike Egger (34) will die Kostenübernahme für Abnehmspritzen durch die Krankenkassen einschränken. Nächste Woche plant er, einen entsprechenden Vorstoss im Parlament einzureichen.

Seine Forderung: Die obligatorische Krankenpflegeversicherung soll die Medikamente nur noch bezahlen, wenn der Body-Mass-Index (BMI) über 30 kg/m² liegt. Dort liegt die etablierte Grenze zur Fettleibigkeit. Wer unter dieser Grenze mit einer Abnehmspritze behandelt werden soll, könnte dies weiterhin tun, müsste die Kosten aber selbst tragen.

«Damit wird eine klare Grenze für die solidarische Finanzierung gesetzt, die Eigenverantwortung gestärkt und einer zusätzlichen Belastung der Prämienzahler entgegengewirkt», schreibt der Nationalrat in seinem Vorstoss, der Blick vorliegt.

50 Millionen Franken für Abnehmmedikamente

Egger begründet seinen Vorstoss mit den steigenden Kosten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung. «Gleichzeitig entwickelt sich mit Arzneimitteln zur Gewichtsreduktion ein neuer und potenziell stark wachsender Kostenfaktor.»

Gemäss Bundesrat verursachten Arzneimittel zur Gewichtsreduktion bei Adipositas bereits im Jahr 2024 Kosten von rund 50 Millionen Franken. «Angesichts der zunehmenden Verbreitung dieser Medikamente ist mit weiter steigenden Kosten zu rechnen.»

Vielleicht reicht der hohe Preis zumindest in der Schweiz dann, um die Begeisterung für schmale Silhouetten wieder zu bremsen.

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