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Wednesday, October 7, 2026

Wolfsregulierung 2026 – Graubünden schiesst bereits 17 Wölfe im September

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Wolfsregulierung 2026 Graubünden schiesst bereits 17 Wölfe im September

Während die Bündner Hochjagd bei den Hirschen hinter den Erwartungen blieb, läuft die Wolfsregulierung auf Hochtouren. Bereits 17 Wölfe wurden im September erlegt. Bis Ende Januar sollen insgesamt 61 Tiere geschossen werden. Auch andere Kantone melden Abschüsse oder neue Bewilligungen.

Die Bündner Hochjagd 2026 ist beendet. Während die Abschusszahlen bei Gämsen und Rehen den Erwartungen entsprechen, fällt die Hirschjagd deutlich schwächer aus. Rund 2900 Hirsche wurden erlegt, etwa 400 bis 500 weniger als üblich.

Verantwortlich für die tieferen Abschüsse bei den Hirschen waren laut dem kantonalen Amt für Jagd und Fischerei vor allem die aussergewöhnlich warmen Wetterbedingungen im September. «Vor allem bei den männlichen Hirschen ist ein tieferer Abschuss erfolgt», sagt dazu Lukas Walser, Abteilungsleiter «Wild und Jagd». Viele Tiere hielten sich in höheren Lagen oder in Wildschutzgebieten auf und waren deshalb schwieriger zu bejagen.

Wolf steht zwischen Bäumen im Wald.
Legende: Im September, dem ersten Monat der Regulierungszeit, wurden im Kanton Graubünden 17 Wölfe geschossen. Wolfsrudel gibt es inzwischen in fast allen Regionen des Kantons. Keystone/KLAUS DIETMAR GABERT

Parallel zur Hochjagd rückte die Wolfsregulierung stark in den Fokus. Im ersten Monat der Regulierungszeit wurden im Kanton Graubünden 17 Wölfe geschossen. Sieben Tiere wurden von autorisierten Jägerinnen und Jägern erlegt, zehn weitere durch Wildhüter.

Nahaufnahme eines Wolfes im Profil vor unscharfem Hintergrund.
Legende: Nicht jeder Jäger darf Wölfe schiessen: Für Regulierungsabschüsse braucht es einen speziellen Auftrag des Kantons. Keystone/SOEREN STACHE

Autorisierte Jägerinnen und Jäger sind erfahrene Patentjäger, die vom Kanton für die Wolfsregulierung eingesetzt werden. Sie handeln nicht im Rahmen der gewöhnlichen Jagd, sondern aufgrund einer besonderen Bewilligung. Geschossen werden dürfen nur jene Tiere, die von einer Abschussverfügung erfasst sind. Damit ergänzen die autorisierten Jäger die Arbeit der Wildhüter bei der Regulierung der Wolfsbestände.

Der Kanton zählt inzwischen Wolfsrudel in praktisch allen Regionen. In diesem Jahr wurde in 18 Rudeln Nachwuchs festgestellt. «Für fast so viele Rudel haben wir auch Bewilligungen zum Regulieren», sagt dazu Arno Puorger, Abteilungsleiter «Grossraubtiere» beim Kanton Graubünden gegenüber SRF.

Aktuell leben in Graubünden so viele Wölfe wie seit rund 150 Jahren nicht mehr.

Insgesamt registrierten die Behörden mindestens 88 Wolfswelpen. Zwei Drittel davon, also etwa 56 Jungtiere, sollen im Rahmen der präventiven Regulierung abgeschossen werden. Hinzu kommen fünf erwachsene Wölfe aus zwei Rudeln. Damit sollen bis Ende Januar insgesamt 61 Wölfe erlegt werden.

«Aktuell leben in Graubünden so viele Wölfe wie seit rund 150 Jahren nicht mehr», sagt Arno Puorger. Die Regulierung läuft bis Ende Januar weiter. Die Herausforderung: «Die Jungwölfe werden grösser und sind schwieriger von den Alttieren zu unterscheiden.» Gleichzeitig könnten weitere Abschüsse einfacher werden, weil sich die Tiere näher bei den Siedlungen aufhalten.

Blick in andere Kantone

Auch ausserhalb Graubündens laufen Regulierungen. Im Kanton St. Gallen wurden zehn Jungwölfe aus den Rudeln Schilt und Calanda zum Abschuss freigegeben. Acht davon sind bereits erlegt – davon drei aus dem Calanda-Rudel durch den Kanton Graubünden. Zusätzlich wurde im Frühling ein kranker Wolf erlegt.

Im Wallis wurden zwischen Januar und Anfang Oktober gemäss kantonaler Übersicht elf Wölfe geschossen. Für mehrere Rudel bestehen weitere Abschussbewilligungen oder entsprechende Gesuche.

Im Kanton Glarus wurde bislang ein Wolf erlegt. Zudem liegt eine weitere Abschussbewilligung vor.

In der Zentralschweiz wurden bisher vergleichsweise wenige Wölfe geschossen. Der Kanton Uri meldet zwei Abschüsse, einen im Meiental und einen bei Silenen. Im Kanton Schwyz wurde ein Jungwolf erlegt. Die Abschussverfügung für drei weitere Jungtiere im Wägital gilt noch bis Ende Januar. Da die Jagd in den Revierjagdkantonen noch bis Dezember dauert, könnten weitere Abschüsse hinzukommen.

Damit bleibt Graubünden 2026 das Zentrum der Schweizer Wolfsregulierung. Mit dem Ziel von 61 Abschüssen entfällt wesentlicher Teil der schweizweiten Regulation auf den grössten Wolfskanton des Landes.

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