Mann belästigt Ex-Bachelorette: «Männerhass ist da bei mir»

- Ex-Bachelorette Larissa Hodgson (31) veröffentlichte einen ungewollten Chat, in dem ein Mann ihr von seinem «Mini-Penis» schrieb.
- Die Bernerin blockierte den Absender und machte ihren Frust in einer Instagram-Story öffentlich.
- Laut #NetzCourage erhält in der Schweiz jede zweite Frau ungefragt Bilder von männlichen Geschlechtsteilen.
Unvermittelt schrieb ein Mann Larissa Hodgson bei Instagram: «2,5 cm». Auf ihre irritierte Reaktion erklärte er, damit seinen «Mini-Penis» zu meinen. Die ehemalige Bachelorette reagierte deutlich: Sie forderte ihn auf, sie in Ruhe zu lassen, beleidigte ihn und blockierte den Absender anschliessend.
Die 31-Jährige veröffentlichte ausserdem den Chat in ihrer Instagram-Story und machte ihrem Frust über Männer Luft. In einer weiteren Story zeigte sie vor einem Spiegel den Mittelfinger und schrieb, dies entspreche derzeit ihrer Stimmung gegenüber Männern. «Männerhass ist da bei mir», schreibt sie. In einer weiteren Story posiert sie vor dem Spiegel mit ausgestrecktem Mittelfinger und kommentiert: «Mood, was Männer betrifft.» Dazu läuft Lily Allens Song «F**k You».
Pauschale Ablehnung aller Männer wächst
Unter dem Schlagwort «Männerhass» äussern Frauen im Netz zunehmend ihre Frustration über negative Erfahrungen mit Männern. Frauen aus der 20-Minuten-Community beschrieben den Begriff dabei nicht als pauschale Ablehnung aller Männer, sondern als Reaktion auf bestimmte Verhaltensmuster, Unsicherheit und persönliche Erfahrungen.
«Oft frage ich mich, ob eine Welt ohne Männer schöner wäre», sagt Katarina. «Ich hasse Männer», ergänzt Luana (21). Ähnliche Sätze befeuern derzeit die Online-«Femosphere».
Welche Massnahme hältst du im Kampf gegen digitale Belästigung für am effektivsten?
Laut dem mittlerweile inaktiven Verein #NetzCourage erhält in der Schweiz jede zweite Frau ungewollt Bilder von männlichen Geschlechtsteilen. Hodgsons aktueller Frust trifft auf eine breitere Debatte.
Wie sieht es rechtlich aus?
Das ungefragte Versenden von Penisbildern fällt in der Schweiz unter den Pornografie-Tatbestand. Gemäss Artikel 197 Abs. 2 im Schweizer Strafgesetzbuch wird mit einer Busse bestraft, wer pornografische Schriften, Ton- oder Bildaufnahmen, Abbildungen oder andere Gegenstände solcher Art «unaufgefordert anbietet». Wer pornografische Inhalte einer Person unter 16 Jahren anbietet, zeigt, überlässt, zugänglich macht oder durch Radio oder Fernsehen verbreitet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.
Wirst du oder wird jemand, den du kennst, sexuell belästigt?
Hier findest du Hilfe:
Belästigt.ch, Onlineberatung bei sexueller Belästigung am Arbeitsplatz
Wirst du oder wird jemand, den du kennst, aufgrund der Geschlechtsidentität diskriminiert?
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Dario Aeberli (dae), Jahrgang 1995, arbeitet seit Oktober 2023 als People-Redaktor bei 20 Minuten. Zuvor war er Lokaljournalist und beim «Migros-Magazin».
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