Tropfnasser König Charles: «Mir wächst gleich Kresse»

- König Charles und Königin Camilla geraten in Antigua und Barbuda in einen tropischen Wolkenbruch.
- Bei der Militärparade in St. John’s erhält zuerst nur Camilla einen Regenschirm, Charles harrt weiter im Regen aus.
- Später scherzt der König: «Ich glaube, mir wächst gleich Brunnenkresse auf dem Anzug.»
Bei ihrem Besuch in Antigua und Barbuda sind König Charles und Königin Camilla in einen regelrechten tropischen Wolkenbruch geraten – ohne Regenschirm. Der britische Monarch wollte eine Militärparade zum 45. Unabhängigkeitstag des karibischen Inselstaates in einem Kricketstadion in der Hauptstadt St. John’s inspizieren, als sich der Himmel öffnete.
Nach einer kurzen Zeit bei Regen und Wind wurde nur Camilla (79) ein durchsichtiger Regenschirm gereicht. Mit diesem vor dem Wasser geschützt und von einer Offizierin begleitet, verliess sie das kleine Podium, auf dem das königliche Paar stand, wie Videos zeigen. Charles (77) musste jedoch noch eine Weile im Regen ausharren.
«Mir wächst gleich Brunnenkresse»
In Videos ist zu sehen, wie sich der König umdreht, mit der Hand winkt, vermutlich nach einem Regenschirm fragt und dann einige Schritte in Richtung Camilla über den roten Teppich läuft, bevor er wieder zum Podium zurückgeht. Schliesslich bekommt der König einen schwarzen Regenschirm.
«Ich glaube, mir wächst gleich Brunnenkresse auf dem Anzug», scherzte der König später mit dem Ministerpräsidenten von Antigua und Barbuda, Gaston Browne. Das Video dazu wurde auf dem offiziellen X-Account der Royal Family verbreitet.
Besuch im Schatten des früheren Sklavenhandels
Antigua und Barbuda ist die letzte Station einer neuntägigen Reise des Königs durch die Karibik und nach Südamerika. Zuvor hatte er die Bahamas und Guyana besucht. Camilla begleitet ihn beim letzten Teil der Reise.
Höhepunkt wird am Dienstag die Rede des Königs beim Gipfeltreffen der 56 Commonwealth-Staaten in St. John’s sein. Seit Jahren fordern karibische Staaten eine Aufarbeitung der britischen Rolle im transatlantischen Sklavenhandel zwischen dem 17. und dem 19. Jahrhundert sowie Reparationszahlungen. Zuletzt wurden die Forderungen deutlicher. Laut dem Palast wird Charles über das anhaltende Leid des Sklavenhandels sprechen, sich aber nicht formal dafür entschuldigen.
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Konstantin Furrer (fur) arbeitet seit 2017 für 20 Minuten. Seit 2022 Newsdesk-Leiter, daneben Blattmacher und Mitglied der Redaktionsleitung.
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