Theater, Tanz und Performance – Fünf Tipps für Ihren Besuch am Theaterspektakel Zürich

Das Internationale Festival für Theater, Tanz und Performance ist gestartet und zeigt sein Programm noch bis zum 30. August. Fünf Tipps für einen gelungenen Besuch.
1. Demokratie-Diskurs: «Violenza 2025»
Die Eröffnungsproduktion «Violenza 2025» fordert dem Publikum einiges ab. Fünf junge Männer treten auf die Bühne und erzählen charmant von ihren Familien und der Verunsicherung in der Gesellschaft. Doch bald kippt die Stimmung und der Ton in eine gefährliche Ideologie der «Manosphere».
Ausgrenzung, Körperkult, Hass. Ist das Realität oder Theater? Lässt sich die Demokratie mit den Mitteln des Theaters retten? Diesen Fragen wird im Rahmen des thematischen Schwerpunkts «Demokratie und Versammlung» nicht nur auf der Bühne, sondern auch in einem Diskursprogramm nachgegangen. Die Dringlichkeit der Lage ist mit «Violenza 2025» von Anfang an gesetzt.
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Theaterspektakel Zürich, Nord: 13.–15. August
2. Jugendliche Kraft: «Teenage Songbook of Love and Sex»
Das Konzept stammt von der isländischen Choreografin Ásrún Magnúsdóttir und dem Künstler Alexander Roberts. Seit sieben Jahren lassen sie an verschiedenen europäischen Festivals Jugendliche von ihren Erfahrungen mit Liebe und Sex singen und diese öffentlich mit dem Publikum teilen. Dafür bringen sie jeweils isländische und lokale Jugendliche zusammen. Es ist eine Mischung aus Konzert, Performance und persönlichen Geschichten und handelt von den so individuellen wie oft universellen Schmetterlingen im Bauch, von Liebeslust und -schmerz.
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Theaterspektakel Zürich, Seebühne: 13.–15. August
Theaterfestival Basel, Theater Basel: 1.–3. September
3. Internationaler Nachwuchs: «Short Pieces»
Das Theaterspektakel Zürich ist auch ein Ort, um internationale Künstler und Künstlerinnen der nächsten Generation kennenzulernen. In Zürich laden dazu seit fünfzehn Jahren jeweils am mittleren Wochenende die «Short Pieces» ein. Das sind Solos und Performances von 25 bis 45 Minuten, in denen von biografischen und ästhetischen Welterkundungen erzählt wird. Die Theaterkünstler und Performerinnen kommen aus Kairo, Riga, Dakar oder Beirut, ihre Hintergründe und Handschriften sind dementsprechend unterschiedlich. Viele von ihnen machen gerade ihre ersten Schritte auf den internationalen Bühnen und gerade diese vielfältige Mischung macht das theatrale Binge-Watching von Short Piece zu Short Piece jeweils so attraktiv.
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Theaterspektakel Zürich, diverse Bühnen: 20.–22. August
4. Kunst als Widerstand: «Trapped in Hope»
Der palästinensische Schauspieler, Autor und Regisseur Nabil Al-Raee erzählt in «Trapped in Hope» seine eigene Geschichte – und zugleich die Geschichte eines Volkes, das seit Jahrzehnten unter Besatzung lebt. Der langjährige Leiter des Freedom Theatre in Jenin verbindet autobiografische Erinnerung und politische Erfahrung zu einem dokumentarischen Solo, in dem Hoffnung zu einer Überlebensstrategie wird. Kunst als Widerstand. Nabil Al-Raee versteht seine Arbeit denn auch als eine Einladung zum grenzübergreifenden Dialog, weshalb es nach jeder Vorstellung ein Publikumsgespräch gibt.
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Theaterspektakel Zürich, Südbühne: 22.–24. August
Theaterfestival Basel, Roxy Birsfelden: 27.–28. August
5. Dadaistisches Kammerspiel: «Pizza or A Door in the Dark does not Dance»
Es gibt Produktionen, die schon allein wegen ihres Titels faszinieren. Die neueste Produktion der US-amerikanischen Gruppe Nature Theater of Oklahoma heisst «Pizza or A Door in the Dark does not Dance» (Pizza oder eine Tür in der Dunkelheit tanzt nicht). Dahinter steht eine Geschichte, die einiges an Absurdität und Virtuosität zu bieten hat. Eine scheinbar alltägliche Situation wie ein Pizza-Abend unter Freunden kippt in eine existenzielle Befragung des Lebenssinns – mit viel schwarzem Humor. Beste Unterhaltung mit einer Prise Nachdenklichkeit.
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Theaterspektakel Zürich, Nord: 28.–30. August
Theaterfestival Basel, Neues Theater Dornach: 2.–3. September
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