Skoda Octavia bekommt Vollhybrid mit 100 oder 125 kW
Als Volkswagen im vergangenen Jahr erstmals den neuen T-Roc vorstellte, wurde fast beiläufig ein brandneuer Hybridantrieb angekündigt. Den verteilt der Konzern nun nach und nach in zahlreiche Modelle. Davon profitiert auch der Skoda Octavia. Der Antrieb selbst orientiert sich technisch an dem, was japanische Hersteller seit Jahren anbieten.
Immer mit Strom
Der Verbrennungsmotor leistet je nach Ausführung 96 oder 110 kW. Er dient bei niedriger oder mittlerer Last als Antrieb für den Generator und ist direkt an den Verbrenner gekoppelt. Der zweite E-Motor sitzt am Ausgang des Getriebes, das hier nur eine Übersetzung hat. Dieser E-Motor ist also am Antrieb immer beteiligt. Bis etwa 60 km/h macht er das allein, darüber kann der Verbrenner über eine nasse Lamellenkupplung auch direkt auf die Räder wirken.
Drei Betriebszustände sind möglich. Im seriellen Modus wird der E-Motor hinter dem Getriebe mit Strom vom Generator versorgt, der seinerseits vom Benziner angetrieben wird. Sehr kurze Strecken können rein elektrisch zurückgelegt werden, wenn die Batterie ausreichend geladen ist und nur eine sehr geringe Last anliegt. Mit einem nutzbaren Energiegehalt von weniger als einer Kilowattstunde ist das freilich die absolute Ausnahme. Bei sehr hoher Last und einer Geschwindigkeit von mehr als 60 km/h kann der Verbrenner zusätzlich direkt mit zufassen.
Ohne Unterbrechung
Zwei Vorteile liegen auf der Hand: Es gibt keine Zugkraftdifferenzen durch verschiedene Gänge. Bei entsprechender Auslegung kann ein solcher Hybridantrieb, verglichen etwa mit alleinigen Benzinern oder Mildhybriden, sparsam sein. Skoda nennt noch keine Werte für den WLTP-Verbrauch. Die Batterie ist mit 1,6 kWh Energiegehalt klein, aber das reicht als Pufferspeicher, um den Verbrenner häufig im Bereich seines besten Wirkungsgrades zu betreiben. Ihr Ladezustand wird zwischen 40 Prozent und 90 Prozent gehalten, was der Haltbarkeit zugutekommen dürfte.
Der Hybridantrieb verspricht geringe Verbrauchswerte.
(Bild: Skoda)
Leben muss der Kunde mit einem deutlich kleineren Kofferraum. Die Limousine fasst nur noch 460 Liter, der Combi 485. Zum Vergleich: Die mildhybridisierten Versionen nehmen maximal zwischen 600 und 640 Liter Gepäck auf. Auch der Tank ist mit 40 Litern etwas kleiner als in den anderen Octavia-Modellen. Und, falls das wichtig sein sollte: Im Hybridmodell ist bei 180 km/h Schluss, selbst das Basismodell mit 85-kW-Mildhybrid schafft mehr als 200 km/h Spitze. Bestellungen nimmt Skoda ab Oktober entgegen, nennt allerdings noch keine Preise. Die Auslieferungen sollen im Dezember beginnen.
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