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Sunday, November 8, 2026

YB-Matchwinner hält sich an Ansage von Fassnacht

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War schon fast ausgewechselt

YB-Matchwinner hält sich an Ansage von Fassnacht

Christian Fassnacht bittet Samuel Essende: «Sami, du musst uns retten!» Aber dass Essende das 3:2 gegen Luzern schiessen kann, liegt daran, dass sich YB-Trainer Gerardo Seoane kurz vor seiner Auswechslung umentscheidet.

Publiziert: vor 10 Minuten

  • YB gewinnt beim FC Luzern 3:2, nachdem die Berner zweimal führen und zweimal den Ausgleich kassieren
  • Fassnacht bittet Essende in der 82. Minute, YB zu retten, später trifft er in Luzern zum Sieg
  • Seoane will Essende erst ersetzen, lässt ihn wegen seines Laufs auf dem Feld und nimmt Sanches
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Florian RazReporter Fussball

Christian Fassnacht (32) ist klar, was er in der 82. Minute tun muss. Seinen Young Boys drohen die Felle schon wieder davonzuschwimmen. 1:0 haben die Berner beim FC Luzern geführt und sich danach das 1:1 eingefangen. 2:1 sind sie nach einer Stunde in Führung gegangen. Und jetzt steht es kurz vor Abpfiff doch wieder 2:2.

Es droht nach dem 3:5 gegen den FC Zürich eine weitere Berner Enttäuschung. Aber Fassnacht weiss, an wen er sich jetzt wenden kann. Also marschiert er zu Samuel Essende (28) und gibt ihm mit: «Sami, bitte, jetzt liegt es an dir. Jetzt musst du uns retten.»

«Wieder eine 99, die die Bälle reinhaut»

Fassnacht trägt ein Lächeln im Gesicht, als er nach dem Spiel feststellen kann: «Das hat er dann ja auch gemacht.» Dann sagt er mit Verweis auf YB-Legende Guillaume Hoarau (42): «Schön, dass wir wieder eine 99 haben, die die Bälle so reinhaut.»

So einfach kann Fussball also sein. Wobei diese Geschichte eine ganz besondere Wendung hat. Als Essende in der 92. Minute zum 3:2-Sieg seiner Berner trifft, sollte er eigentlich schon draussen sein. Ausgewechselt. Erst in letzter Sekunde ändert Gerardo Seoane (48) in der 91. Minute seine Meinung und nimmt statt Essende Spielmacher Alvyn Sanches (23) vom Feld.

«Solange der Wechsel nicht vollzogen ist, habe ich das letzte Wort», erklärt der YB-Trainer nach Spielschluss, «und dann habe ich mich entschieden, mit zwei Stürmern spielen zu lassen.» Goldenes Seoane-Näschen: Es ist der perfekte Nicht-Wechsel, weil Essende danach genau dort steht, wo ein Topskorer zu stehen hat.

Das allerdings rettet ihn nicht vor Seoanes Kritik. Der gebürtige Luzerner ist sowieso nicht so richtig zufrieden mit dem Berner Auftritt in seiner Heimatstadt.

«Er hatte Mühe, fand keine Bindung»

«Einige Spieler hatten Mühe mit dem Druck des Gegners und den Bedingungen zurecht zu kommen», findet er. Und nennt danach Essende explizit als Beispiel: «Er hatte Mühe, seine Physis einzusetzen, er fand keine Bindung zu den Mitspielern.»

Und doch: Kurz vor dem Wechsel kommt Seoane in den Sinn, was Essende derzeit eben ausmacht: «Er hat einen Lauf. Darum habe ich ihn draufgelassen.» Es ist der Entscheid, der schlussendlich den Sieg bringt.

Wobei dieser Seoane nur bedingt milde stimmt. Ja, gibt er zu, gewissen Dinge haben sich im Vergleich zum 3:5 verbessert: «Ich habe eine Reaktion der Mannschaft gesehen, was die Energie anbetrifft, die Solidarität auf dem Platz und die Bereitschaft, den Kampf anzunehmen.» Und doch sieht er «nicht nur positive Sachen, sondern auch viele Dinge, die wir uns anders vorgestellt hatten».

Wobei – etwas Positives hat so ein dreckiger Sieg schon auch, findet Seoane: «Wenn du kein sehr gutes Spiel zeigst, aber mit drei Punkten heimmarschierst, schmeckt das natürlich immer süss.»

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Mannschaft

SP

TD

PT

1

FC Lugano

FC Lugano

12

26

34

2

BSC Young Boys

BSC Young Boys

13

16

28

3

FC Sion

FC Sion

13

11

26

4

FC Zürich

FC Zürich

12

-1

20

5

FC St. Gallen

FC St. Gallen

12

-3

19

6

Servette FC

Servette FC

12

1

16

7

FC Basel

FC Basel

12

-4

14

8

FC Luzern

FC Luzern

13

-7

13

9

FC Thun

FC Thun

12

-10

13

10

Grasshopper Club Zürich

Grasshopper Club Zürich

13

-13

11

11

FC Vaduz

FC Vaduz

13

-5

10

12

FC Lausanne-Sport

FC Lausanne-Sport

13

-11

7

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