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Sunday, September 20, 2026

«Nichts kapiert»: Fans verreissen Ed Sheerans Entschuldigung

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Ed Sheeran entschuldigte sich bei seinem Konzert in Philadelphia.AP

Darum gehts

  • Ed Sheeran hat sich bei seinem Konzert in Philadelphia erstmals öffentlich zum Rauswurf von Macklemore und zur Lage in Gaza geäussert.
  • Der Brite bezeichnete die Situation in Gaza als «katastrophal und nicht zu rechtfertigen» und entschuldigte sich für Fehler der vergangenen Tage.
  • Im Netz überzeugt die Entschuldigung viele Fans nicht – sie kritisieren, Sheeran habe «nichts kapiert» und lese eine PR-Rede ab, statt aus dem Herzen zu sprechen.

Ed Sheeran hat sich nach dem Rauswurf von Macklemore erstmals auf der Bühne zum Wirbel um seine US-Tour geäussert. Mit seiner Entschuldigung und klaren Worten zur Lage in Gaza wollte er offenbar ein Zeichen setzen. Im Netz sind aber viele Fans trotzdem enttäuscht.

Bei seinem Konzert am Samstag in Philadelphia sagte der Brite, die Situation in Gaza sei «katastrophal und nicht zu rechtfertigen». Er sprach auch über die vielen getöteten Zivilisten und Kinder: «Mein Herz ist gebrochen angesichts des Ausmasses der Zerstörung und des Verlusts von Menschenleben.» Sheeran räumte zudem ein, in den vergangenen Tagen schwierige Entscheidungen getroffen und Fehler gemacht zu haben. «Es tut mir so, so leid dafür», sagte der 35-Jährige vor Tausenden Fans.

«Wollte nie ein politischer Musiker sein»

Hintergrund ist der Rauswurf von Macklemore als Support-Act auf Sheerans US-Tour. Der Rapper hatte an Konzerten «Free Palestine» gerufen und seinen Song «Hind’s Hall» gespielt. Daraufhin sollen mehrere Stadionbetreiber gedroht haben, die geplanten Shows abzusagen, falls Macklemore weiter auftrete. Sheeran betonte danach, dass nicht er, sondern die Promoter über den Ausschluss entschieden hätten. Mehrere Musiker, darunter Finneas, Lukas Graham und Sheerans Band Beoga, zogen sich in der Folge von der Tour zurück.

Auch in Philadelphia wollte Sheeran nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Er sagte, er habe nie ein politischer Musiker sein wollen. Die Ereignisse hätten ihn aber mitten in eine «wichtige und leidenschaftliche Debatte über Meinungsfreiheit und die komplexeste politische Frage auf dem Planeten» gestellt. Seine Konzerte sollten weiterhin Orte sein, an denen Menschen mit unterschiedlichen Ansichten zusammenkommen könnten.

Doch genau diese Haltung löst online neue Kritik aus. Unter Videos seiner Ansprache schreiben Userinnen und User, Sheeran habe den Kern des Problems weiterhin nicht verstanden. «Er hat es immer noch nicht kapiert», lautet einer der Kommentare. Eine andere Person findet, der Sänger habe es mit seiner Rede «noch schlimmer gemacht».

«Er sagte sehr viel und gleichzeitig nichts»

Besonders viel Kritik gibt es dafür, dass Sheeran seine Worte offenbar von einem Blatt abliest. «Er liest eine Rede vor, statt aus dem Herzen zu sprechen», schreibt ein Fan. Eine weitere Person meint, das Ganze wirke unauthentisch: Die Fans wollten nicht hören, was Anwälte oder das PR-Team formuliert hätten, sondern was Sheeran selbst über die «unnötigen Todesfälle» denke – «vor allem über die von Kindern».

Woran merkst du bei einer Entschuldigung, ob sie für dich glaubwürdig ist?

Andere werfen ihm vor, trotz seiner Entschuldigung nicht wirklich Verantwortung zu übernehmen. «Er sagte sehr viel und gleichzeitig nichts», fasst ein User seine Rede zusammen. Für diese Kritiker reicht es nicht, dass Sheeran die Lage in Gaza als «nicht zu rechtfertigen» bezeichnet. Sie hätten sich offenbar eine deutlichere Haltung zum Ausschluss Macklemores und zu seiner eigenen Rolle in der Affäre gewünscht.

Es gibt jedoch auch zahlreiche Fans, die den Sänger verteidigen. «Dieser Mann setzt seine ganze Karriere aufs Spiel und die Hater tun so, als wüssten sie, wie es ist, in Ed Sheerans Schuhen zu stecken», schreibt eine Person. Viele, die ihn kritisierten, würden lediglich hinter ihren Handys sitzen und hätten selbst nichts für Palästina geopfert. Eine weitere Userin macht ihrer Unterstützung kurz und deutlich Luft: «Ed Sheeran ist der Beste! Ich werde ihn immer unterstützen.

Gina Sergi

Gina Sergi (gis), Jahrgang 1997, arbeitet seit März 2024 bei 20 Minuten. Sie ist seit September 2025 Ressortleiterin People.

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