USA ziehen Bomber aus Großbritannien ab - News kompakt: Das Wichtigste kurz gefasst
Eine Woche nach einem verdächtigen Vorfall auf einem britischen Militärstützpunkt haben die USA ihre dort stationierten B-1-Bomber abgezogen. Nach Angaben des Pentagon sind alle Maschinen vom Royal Airforce-Stützpunkt Fairford auf US-Basen zurückgekehrt. Die Jets waren auch bei Angriffen auf den Iran eingesetzt worden.
Vergangene Woche hatte die Polizei in Fairford drei Lieferwagen entdeckt und mehrere Verdächtige festgenommen. Später wurde zudem ein britisch-iranischer Doppelstaatler wegen Terrorverdachts festgenommen und gegen Kaution freigelassen. Premierminister Andy Burnham sprach von Hinweisen auf eine mögliche iranische Beteiligung. Teheran wies die Vorwürfe zurück.
Brasilien vor engem Duell um Präsidentenamt
Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva muss in der Präsidentschaftswahl gegen den rechten Senator Flavio Bolsonaro in die Stichwahl. Nach Auszählung von fast 99 Prozent der Stimmen kam Bolsonaro auf rund 47 Prozent, Lula auf 44,9 Prozent. Die zweite Runde findet am 25. Oktober statt.

Das starke Abschneiden Bolsonaros überraschte, da Umfragen Lula zuvor vorn gesehen hatten. Lula räumte ein, mit einem Sieg im ersten Wahlgang gerechnet zu haben. Flavio Bolsonaro will das rechte Lager seines Vaters, des früheren Präsidenten Jair Bolsonaro, wieder an die Macht bringen. Dieser verbüßt wegen eines geplanten Putsches eine 27-jährige Haftstrafe.
Dodik verkündet Sieg seiner Partei in Bosnien
Bei den Wahlen in Bosnien-Herzegowina hat der abgesetzte bosnische Serbenführer Milorad Dodik einen Sieg seiner Partei SNSD verkündet. Nach seinen Angaben gewann sie sowohl in der Republika Srpska als auch den serbischen Sitz im dreiköpfigen Staatspräsidium.

Dodik selbst durfte nicht antreten: Er war im vergangenen Jahr als Präsident der Teilrepublik abgesetzt worden und ist für sechs Jahre von Wahlen ausgeschlossen. Dennoch prägte er den Wahlkampf seiner Partei. Die Wahlbeteiligung lag laut Behörden bei rund 42 Prozent und damit fast zehn Punkte niedriger als 2022. Dodik dankte US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin.
Weiter Schulschließungen wegen Protesten in Frankreich
In Frankreich bleiben nach den Ausschreitungen bei den seit Tagen anhaltenden Schülerprotesten weiter viele Schulen geschlossen. In bis zu 500 Schulen sei die notwendige Sicherheit derzeit nicht gewährleistet, sagte Bildungsminister Édouard Geffray im Rundfunk. Nach Worten Geffrays ist die Schülerbewegung von "ultralinken Aktivisten" unterwandert. Diese gingen äußerst gewaltsam vor.

In den vergangenen Tagen wurden laut dem Minister 24 Bildungseinrichtungen in Brand gesetzt oder geplündert. Darüber hinaus seien zahlreiche im Bildungsbereich tätige Menschen gezielt angegriffen und verletzt worden. Für Dienstag ist ein neuer landesweiter Protesttag geplant. Die Schüler fordern eine bessere Ausstattung der Schulen sowie mehr Lehrer. Außerdem kritisieren sie die Verschmutzung der Gebäude und überfüllte Klassen. Auslöser der Proteste in Frankreich war eine Schule in einer Pariser Vorstadt, in der Personal fehlte.
Komitee verkündet Nobelpreisträger
Im schwedischen Stockholm wird an diesem Montag bekannt gegeben, wer in diesem Jahr den Nobelpreis für Medizin erhält. 2025 hatten sich drei Wissenschaftler aus Japan und den USA die Auszeichnung für ihre Forschung zum Immunsystem geteilt. Im Lauf der Woche werden außerdem die Preisträger in den Kategorien Physik, Chemie, Literatur und Frieden verkündet. Am kommenden Montag folgt dann der Preis der Schwedischen Reichsbank für Wirtschaftswissenschaften.

Die Auszeichnungen sind jeweils mit umgerechnet rund einer Million Euro dotiert. Überreicht werden sie am 10. Dezember in Stockholm und in Oslo.
Steinmeier verleiht Bundesverdienstkreuz
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeichnet an diesem Montag 21 Bürgerinnen und Bürger mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland aus. Die zwölf Frauen und neun Männer haben sich nach Angaben des Bundespräsidialamts in besonderer Weise für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und für die Demokratie eingesetzt.

Geehrt werden unter anderem prominente Persönlichkeiten wie die Sängerin Nana Mouskouri, der Jazz-Trompeter Till Brönner, der Historiker Herfried Münkler sowie der Schriftsteller und Orientalist Navid Kermani. Der Verdienstorden, umgangssprachlich auch Bundesverdienstkreuz genannt, ist in Deutschland die höchste staatliche Auszeichnung für Verdienste um das Gemeinwohl.
pgr/gri/as (dpa, afp, rtr)
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